Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1406
Rückverfolgbarkeit kritischer Materialen

Licht in die Lieferkette bringen

Schieben Sie das Thema Lieferkettenrückverfolgung nicht auf die lange Bank. Denn das Reputationsrisiko ist hoch. Wir stellen Ihnen Anwender und Dienstleister aus dem Automobilsektor vor, die als Best Practice-Beispiele dienen.

Lieferkettentransparenz ist kein Pappenstil. Schauen Sie sich zunächst an, wie die Großen das Thema angehen. Hier Beispiele aus dem Automobilsektor.

Batterien: Volkswagen

VW richtet seine Beschaffungskriterien an den Empfehlungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus. Der Konzern hatte zunächst ein Nachhaltigkeits-Rating für direkte Lieferanten eingeführt. Nun kommen die komplexen, intransparenten Rohstofflieferketten für Batterien genau unter die Lupe. Ziele sind: Einhaltung von Menschenrechten und sicheren Arbeitsbedingungen sowie Umweltschutzauflagen. Auf dem Radar des Unternehmens sind vor allem Sub-Lieferanten, Raffinerien, Schmelzen, Minen, Recycling-Unternehmen.

Bei Risiken und Problemen erhalten die betroffenen Lieferanten konkrete Vorgaben zur Verbesserung. Bei gravierenden Fällen (Audit-Verstöße) kann es zum Ausschluss aus der Lieferkette kommen. VW arbeitet mit dem internationalen Lieferketten-Rückverfolger RCS Global zusammen. Weitere Kunden dieser Blockchain-Experten sind Daimler, PSA, Fiat Chrysler, Ford, Sony, IBM u.a.

Mercedes und Volvo

Mercedes kooperiert mit dem Blockchain-Spezialisten Circulator (London). Eines der wichtigsten Ziele der Zusammenarbeit ist es, den Produktionsfluss von Materialien und deren CO2-Ausstoß transparent zu machen. Erfasst wird auch der Anteil des recycelten Materials in der Lieferkette. Zudem steht die Sicherung der Compliance auf der Agenda. Auch Volvo setzt auf die Blockchain-Technik. Ziel ist auch hier den klaren Durchblick in der Lieferkette für Rohstoffe zu bekommen. Volvo will speziell das in Batterien für E-Fahrzeuge eingesetzte Kobalt zurückverfolgen können.

Kooperationspartner Circulator macht auch die Lieferkette bei BMW sowie bei Batterieherstellern (wie American Manganese) transparent. Die „Blockchainer“ können z. B. auch die Lieferkette für Tantal aus Ruanda nachverfolgen.

Fazit: Schieben Sie das Thema nicht auf die lange Bank. Fragen Sie Dienstleister nach mach- und rechenbaren Lösungen. Die gibt es auch für kleinere Anwender. Alternativ könnten Sie mit einem Start-up gemeinsam an einer individuellen Lösung arbeiten. Sie brauchen dafür aber unbedingt einen Experten als Ansprechpartner im eigenen Haus.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Tauwetter nach sechs Jahren Eiszeit

Australien und China wollen wieder miteinander sprechen

Südsee-Atoll. © senaiaksoy / Getty Images / iStock
Den G20-Gipfel wird Australiens Premierminister auch zu offiziellen Gesprächen mit Chinas Präsidenten nutzen. Das ist auch ein Signal an eine dritte Partei, die in der Region um Einfluss buhlt.
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Anglogold taktisch reduzieren

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Unsere Spekulation auf einen steilen Anstieg der Gold-Aktien ging gut auf. Wir hatten dazu auf Anglogold gesetzt, die auf Basis der automatischen Bilanzanalyse von Finanzoo fundamental unterbewertet waren. Das hat gut funktioniert. Jetzt sendet die Software aber ein anderes Signal.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Bank of Canada deutet weitere Drosselung des Zinstempos an

Tauben-Töne aus Ottawa

© metrokom / iStock / Thinkstock
Die Inflation ist noch nicht auf "Wunsch-Niveau". Dennoch deutet Kanadas Notenbankchef eine Drosselung des Zinserhöhungstempos an. Das hat Auswirkungen auf die Währungskurse und eröffnet weitere interessante Anlageperspektiven in Kanada.
  • Fuchs plus
  • Euro-Geldhüter laufen der Entwicklung hinterher

EZB laviert sich in die Stagflation

Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. © Bernd Wittelsbach / iStock
Die EZB sucht den richtigen geldpolitischen Pfad in der aktuellen Krise. Ihr Problem ist, dass sie extrem politisiert ist und darum der realen Entwicklung hinterher läuft. Das führt zu einem Lavieren in der Geldpolitik, das dauerhaft sehr teuer wird.
  • Fuchs plus
  • Wird das "Weiße Gold" bald wieder günstiger?

Zuckerpreis bekommt Gegenwind

Zuckersorten. © Printemps - Fotolia
Der Zuckerpreis springt wild auf und ab. Nach kräftigen Kursgewinnen geht es nun wieder zügig abwärts. Ist das eine Kaufgelegenheit oder lohnt es sich, auf weiter fallende Preise zu setzen?
Zum Seitenanfang