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Landwirtschaft 4.0 – Digitalisierung verändert die Landwirtschaft

Neue Anbauformen durch Agrarroboter

Kleine, autonome Agrarroboter befinden sich derzeit in der Entwicklung. Sie können Nutzpflanzen von Unkraut unterscheiden, analysieren, welche Behandlung diese benötigen und selbst große Maschinen ersetzen. Das ermöglicht neue, kleinteilige Formen des Anbaus...

Die Landwirtschaft steht vor einer Revolution. Kleine, autonome Agrarroboter werden schon bald zu komplett neuen Formen des Anbaus führen. Sie können Felder ohne weitere Steuerung durch Menschen bearbeiten. Sie erkennen Nutzpflanzen und analysieren, welche Behandlung diese benötigen. Erste teilautonome Maschinen stechen schon heute Spargel und jäten Unkraut in Gemüsefeldern.

Kleine Roboter können auch dort eingesetzt werden, wo derzeit riesige Maschinen dominieren. So etwa im Weizenanbau. Das zeigen Untersuchungen des renommierten Julius-Kühn-Instituts. Voraussetzung ist eine Massenproduktion der Roboter und niedrigere Preise. In vier bis fünf Jahren werden vollautonome Roboter verfügbar sein. Damit rechnet man beim Potsdamer Leibnitz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB).

Roboter ermöglichen eine neuartige Bepflanzung des Feldes

Die Roboter werden zuerst bei arbeitsintensiven Früchten eingesetzt, die hohe Preise erzielen – also im Obst- und Gemüseanbau. In den kommenden 20 Jahren werden sie alle Bereiche der Landwirtschaft erobern. Ihre Nutzung beim Jäten kann dann den Einsatz von Unkraut-Vernichtungsmitteln überflüssig machen.

Die Roboter ermöglichen eine neuartige Bepflanzung des Feldes. Ein Feld wird zunächst nach seinen Eigenschaften analysiert, etwa Feuchte, Bodenart, Höhen und Senken usw. Dann werden daraus Spots definiert, die weitgehend gleiche Eigenschaften haben. Diese Spots werden mit den Pflanzen bepflanzt, die die höchsten Erträge versprechen. Auf einem Feld werden dann mehrere Nutzpflanzen in unregelmäßig geformten Kleinflächen angebaut.

Fazit: Kleine Agrarroboter führen zu völlig neuen Formen des Anbaus auf dem Feld und einem weiteren Rückgang des Pestizideinsatzes.

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