Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
344
Konkurrenz um Fachkräfte

Handwerk startet Ausbildungsinitiative

Das Handwerk startet eine Ausbildungsinitiative nach der anderen. Hohe Abbrecherquoten sind aber nur ein kleiner Teil des Problems.
Die Konkurrenz um Fachkräfte im Mittelstand wird schärfer. Und das Handwerk hat dabei das Nachsehen. Ihm gelingt es immer seltener, den eigenen Nachwuchs in den eigenen Reihen zu halten. Fuchsbriefe haben nachgerechnet: Vom eingestellten Nachwuchs stehen dauerhaft nur 23% dem handwerklichen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Nach den Daten des Deutschen Handwerksinstituts in Göttingen liegt der Anteil der ‚handwerkstreuen Gesellen‘ nur noch bei gut einem Drittel. Zwei Drittel der ausgebildeten Fachkräfte wandert ab, die meisten sofort im ersten Berufsjahr. Beispiel Brandenburg an der Havel. Dort sind Metallfachkräfte gefragte Leute. Das ZF-Getriebewerk braucht zusätzliches Personal, um Porsche in Osnabrück, Leipzig und Stuttgart mit Getrieben zu versorgen. Aktuell stockt der Betrieb um 200 Mitarbeiter auf. ZF beschäftigt gerne einschlägig Vorqualifizierte gewerbliche Mitarbeiter für die Fertigung und Montage. Deshalb sind die Kfz-Mechatroniker aus den Autohäusern der Region heißt begehrt. Zum Ärger der Handwerksbetriebe finden viele Gesellen das Angebot attraktiv und wechseln in die Industrie. Das Problem: Das Handwerk braucht dringend selbst das Personal. Die Auftragsbücher sind voll, qualifizierte Gesellen fehlen überall. Die Gründe: Die Arbeit gefällt ihnen zwar, keineswegs aber das monatliche Entgelt und die sozialen Konditionen und vielen fehlt es einfach an der beruflichen Perspektive. Es scheitert aber auch an unzeitgemäßem Hierarchiegehabe und nicht eingehaltenen innerbetrieblichen Zusagen. Die Einstellzahlen nach oben zutreiben, hilft nur begrenzt. Mehr als ein Drittel der Nachwuchskräfte erreicht nicht die Ziellinie. Vorzeitige Vertragslösungen oder nicht bestandene Gesellenprüfungen schaden auch noch dem Firmenimage.

Fazit: Wer seine Fachkräfte halten will, der muss bei den Arbeitskonditionen auf dem regionalen Arbeitsmarkt – nicht nur finanziell - mithalten. Andernfalls ist der Fachkräfte-Drift, hin zur Industrie, nicht zu stoppen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • M.M.Warburg & CO KGaA, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Vertane Zeit

Die Ampel der M.M. Warburg steht auf Rot.
Mittelmäßige Leistungen lassen sich eher verzeihen, wenn man nur Mittelmäßigkeit erwartet. Im Falle der Warburg-Bank erwarten wir allerdings Besonderes – und zwar im positiven Sinne. Die Realität ernüchtert uns allerdings auf ziemlich eindeutige Art.
  • Fuchs plus
  • UBS Europe SE, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Die UBS enttäuscht (erst) am Ende

Die UBS Europe hat die grüne Ampel verdient.
Auf ihrer Internetseite trägt die Bank ordentlich auf: „Wir bei UBS Wealth Management haben eine klare Mission: Wir arbeiten mit Ihnen an einer besseren Zukunft - für Ihre Anlagen, für Ihr Unternehmen und schließlich auch für Ihre Familie." Uns würde erst mal eine gute Vermögensberatung reichen. Die bekommen wir durchaus. Aber am Ende ...
  • Fuchs plus
  • Schwäbische Bank AG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Lange Diskussion, begrenzter Ertrag

Die Ampel der Schwäbischen Bank steht auf Rot.
Seit 2015 ist die Schwäbische Bank eine hundertprozentige Tochter des Hamburger Bankhauses M.M. Warburg & CO. Wir sind an einem individuellen Angebot interessiert, und dachten, dass die schwäbische Dependance einer Hamburger Institution unter den Geldhäusern immer einen Besuch wert sei. Jetzt denken wir das nicht mehr.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Eine Hedgefonds hat sich schwer verspekuliert

Schwere Verwerfung im Energiemarkt

AM Markt für Energierohstoffe vollzieht sich derzeit eine ungewöhnliche Entwicklung. Copyright: Pixabay
Im Energiesektor stimmt etwas nicht. Während der Ölpreis seit Anfang November mit einem Minus von rund 13% deutlich einbrach, sprang der Preis für Erdgas (Natural Gas) im gleichen Zeitraum um satte 38% an. Das hat keine „natürlichen Ursachen".
  • Fuchs plus
  • Kräftige Kursverluste seit Jahresbeginn

Warum Silber wieder auftaucht

Silber gehört in diesem Jahr bislang zu den Assets die am schlechtesten gelaufen sind. Der Kursverlust gegenüber dem Jahresbeginn (damals knapp 17 USD je Feinunze) summiert sich inzwischen auf knapp 18%. So geht es nicht weiter ...
  • Fuchs plus
  • Haltefrist beachten

Die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen

Der Fiskus ist zwar nicht immer sonderlich schnell, aber im Zweifel unerbittlich. Deshalb gilt es, bei Geschäften mit Kryptowährungen, die nötige Vorsicht und Sorgfalt walten zu lassen. Wer damit offen umgeht – auch als Betrieb – hat nichts zu befürchten. Im Gegenteil: Er ist privat steuerlich begünstigt.
Zum Seitenanfang