Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1472
Neues Urteil des Bundesarbeitsgerichts

Kein Jahres-Mindestlohn

Auch beim Mindestlohn können Sie gestalten. Denn Sie können in den Stundenlohn Weihnachts-, Urlaubsgeld oder Zuschläge für Mehrarbeit integrieren.
Das Bundesarbeitsgericht vergrößert den Spielraum beim Mindestlohn. Vor allem bei neuen Einstellungen haben Unternehmen Gestaltungsspielraum (BAG, Urteil vom 25.5.2016, Az. 5 AZR 135/16). Denn wie sich der Mindestlohn zusammensetzt, entscheiden Sie. So kann er auch bisherige Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld enthalten, die einfach nur laufend mit dem Stundenlohn ausgezahlt werden. Dieser beträgt dann zwar derzeit mindestens 8,50 Euro. Doch durch die Umlegung der Sonderzahlungen verringert sich das Jahresentgelt durchaus nennenswert. Auch die Zuschläge für Mehrarbeit können im Mindest-Stundenlohn enthalten sein. Allerdings müssen Sie hier aufpassen: Durch eine ausgewiesene Mehrarbeit darf die Stundenzahl nicht so hoch werden, dass der Stundenlohn unter 8,50 Euro sinkt. Durch das Gesetz für steuerfrei erklärte Zuschläge (wie etwa für Nachtarbeit) dürfen Sie nicht im Mindestlohn mit verbuchen – sie kommen extra obendrauf! Die Gewerkschaften werden das Urteil jedoch nicht hinnehmen. Sie werden über die SPD Druck auf die Bundesregierung ausüben, das Gesetz so zu ändern, dass genau die geschilderten „Tricks“ nicht mehr möglich sind. Bis dahin ist die Rechtslage aber klar.

Fazit: Wie Sie zu der Summe des Mindestlohns kommen, ist dank des BAG-Urteils vereinbar – Hauptsache, Sie kommen auf 8,50 Euro je Stunde.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Feldversuch beendet

Firmen in UK verlängern 4-Tage-Woche

Vier Tage arbeiten, aber weiter das Geld für fünf Tage kassieren - das haben etliche Unternehmen in Großbritannien ausprobiert. Jetzt ist der Test zu Ende und viele Firmen verlängern das Modell. Was steckt dahinter?
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Ölpreisdeckel produziert Gewinner

Profiteure von Energiekrise und Ölpreisdeckel

Seit Montag gilt der Ölpreisdeckel der EU gegen Russland. Das soll das Land schädigen, hat aber vorab zunächst nur zu veränderten Lieferketten in großem Stil gesorgt. Es gibt also schon jetzt Profiteure des Ölpreisdeckels. Auf die können auch Anleger setzen.
  • Fuchs plus
  • Überhang muss versteuert werden

Kirchensteuer-Erstattungen sind auch Einkommen

Symbolbild Kirche Geld.
Das Kirchensteuerrecht kennt so seine Tücken. Dazu gehört auch, dass Erstattungen versteuert werden müssen, auch dann, wenn in dem Jahr selbst gar keine Kirchensteuer gezahlt wurde.
Zum Seitenanfang