Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1182
Freistellung von der Arbeit geht nicht immer

Manchmal bis zum bitteren Ende

Nach einer Kündigung sind Arbeitnehmer oftmals bis zum Ablauf der Frist unter Fortzahlung der Vergütung freigestellt. Meistens ist das für beide Seiten unproblematisch. Aber was ist, wenn ein Arbeitnehmer da nicht mitspielt und darauf besteht, bis zum Ablauf der Kündigungsfrist zu arbeiten?

Arbeitgeber müssen Arbeitnehmer bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses beschäftigen. Ein Arbeitnehmer muss dieses Interesse an der Beschäftigung nicht besonders begründen. Das hat jetzt das Landesarbeitsgericht Niedersachsen (LAG) entschieden.

Auslöser für das Urteil war eine ordentliche Kündigung. Zunächst konnte der betroffene Angestellte seine Arbeit fortsetzen. Später entschied der Arbeitgeber, den Arbeitnehmer unter Fortzahlung der Vergütung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses freizustellen. Der freigesetzte Arbeitnehmer akzeptierte das nicht und beharrte auf Beschäftigung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist.

Interesse an Nichtbeschäftigung muss höher wiegen

Der Beschluss des LAG stärkt die Rechte Gekündigter. Gründe für die Weiterbeschäftigung können sein, die fachliche Qualifikation aufrecht zu erhalten oder um bei Geschäftspartnern nicht in Vergessenheit zu geraten.

Allerdings kann auch der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse an einer Nichtbeschäftigung haben. Z.B. wenn die Vertrauensgrundlage weggefallen ist oder wenn Betriebsgeheimnisse zu schützen sind.

Fazit: Der Arbeitgeber muss glaubhaft machen, dass sein Interesse an einer Nichtbeschäftigung des Arbeitnehmers höherwertiger und schutzwürdiger ist.
Urteil: LAG vom 8.10.2018, Az.: 12 Ta 279/18

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • BW-Bank, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

BW-Bank gibt passende Antworten auf viele Fragen

Wie schlägt sich die BW-Bank im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
"Die Finanzwelt hat eine turbulente Zeit hinter sich – von den Kursschwankungen am Aktienmarkt im Frühjahr 2020 bis hin zum frischen Wind durch Digitalisierung und nachhaltige Geldanlagen. Wie geht es 2021 weiter?“ Diese Frage, die der Kunde auf der Website der BW-Bank liest, treibt ihn selbst um. Wie soll er sein Vermögen ohne Verluste durch weitere Turbulenzen bringen? Expertise für institutionelle Anleger hat die Bank als führender Stiftungsmanager. Doch hilft ihm das auch als Privatkunde?
  • Fuchs plus
  • Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN)

Eine bloße Forderung muss kein Nachteil sein

Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN). Copyright: Pexels
Bitcoin gibt es nicht nur pur, sondern auch im Mantel. Der Mantel, das kann ein ETF sein oder eine ETN. Was ist aus Anlegersicht zu bevorzugen?
  • Fuchs plus
  • Ein Korb voll nachhaltiger Titel in einem ETF

57 Energiewende-Aktien in einem Produkt

Ein Korb voll nachhaltiger Titel in einem ETF. Copyright: Picture Alliance
Nicht jeder Anleger setzt bei seiner Vermögensanlage auf Einzeltitel. Wer das Thema "Energiewende" aber dennoch in seinem Portfolio bespielen will, greift am besten zu einem ETF. Wir haben das passende Produkt!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Partnerschaft mit Bosch bestätigt

Nikola Motors setzt Geschäftsplan sukzessive um

Nikola Motors setzt Geschäftsplan sukzessive um. Copyright: Nikola Motors
Bei Nikola Motors wird es gerade etwas ruhiger - und das ist gut so. Denn für das Unternehmen geht es darum, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren - und sich weniger mit dubiosen Vorwürfen von Short-Sellern zu beschäftigen. Und während es gute Meldungen zum Geschäftsverlauf gibt, erhöhen die "Shorties" ihre Positionen.
  • Fuchs plus
  • Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN)

Eine bloße Forderung muss kein Nachteil sein

Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN). Copyright: Pexels
Bitcoin gibt es nicht nur pur, sondern auch im Mantel. Der Mantel, das kann ein ETF sein oder eine ETN. Was ist aus Anlegersicht zu bevorzugen?
  • Fuchs plus
  • Bloom Energy

Im Fokus der Short-Seller

Die Aktie von Bloom steht weiterhin im Fokus von Investoren, die auf fallende Kurse spekulieren. Von der fundamentalen Entwicklung her können wir das nicht nachvollziehen. Daher haben wir die Aktie weiter auf der Kaufliste - mit der Chance auf einen heftigen Short squeeze.
Zum Seitenanfang