Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1536
Steuerfreiheit für Frühstücksbrötchen

Es geht um die Wurst

Trocken Brot und Wasser sind kein vollwertiges Frühstück. Das hat jetzt auch die Finanzverwaltung gelernt - und einem Unternehmer bleibt eine satte Steuernachzahlung erspart. Ein paar Scheiben Wurst oder Käse wären dagegen teuer geworden.

Unternehmer, die ihrer Belegschaft etwas Gutes tun, wandeln steuerrechtlich auf schmalen Pfaden. Das musste gerade ein Softwareunternehmer feststellen.

In dem vor dem Bundesfinanzhof (BFH) ausgetragenen Rechtsstreit ging es praktisch um die Wurst. Der Softwareunternehmer stellte seiner 80-köpfigen Belegschaft und seinen Kunden jeden Morgen 150 Brötchen (Laugen-, Käse-, Schoko- und Roggenbrötchen) plus Heißgetränke zur Verfügung. Das schmeckte dem Finanzamt gar nicht. Der Prüfer war der Meinung, dass der Brötchen-Service des Arbeitgebers als vollwertige Mahlzeit als Sachbezug mit 1,50 bis 1,57 Euro je Mitarbeiter und Arbeitstag zu versteuern ist. Geforderte Nachzahlung immerhin 30.000 Euro.

Der BFH kassierte den Versuch des Finanzamtes. Klare Ansage der Richter: Unbelegte Brötchen mit Kaffee oder Tee sind steuerrechtlich kein Frühstück. Für Arbeitgeber und -nehmer sind solche Zuwendungen deshalb steuerfrei. Aber aufgepasst: Sind dagegen Wurst und Käse mit im Angebot enthalten, dann handelt es sich um eine vollwertige Mahlzeit, die steuerpflichtig ist.

Urteil:

BFH-Urteil vom 3.7.2019, Az.: VI R 36/17.

 

Fazit:

Wenn Sie ihrer Belegschaft etwas Gutes tun, achten Sie unbedingt auf die Details. Steuerlich geht es manchmal um die Wurst.

 

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
  • Fuchs plus
  • Berlin verlängert Geltungsdauer von Hundemarken um ein Jahr

Auf den Hund gekommen

Hund geht Gassi. © Foto: Image by Yvonne Lüneburger from Pixabay
Dem Hund sagt man nicht nur nach der beste Freund des Menschen zu sein - es ist auch das beliebteste Haustier der Finanzverwaltung. Die Eintreibung der Hundesteuer wird immer öfter digital unterstützt. Neuestes Beispiel ist die Stadt Berlin.
  • Im Fokus: Raumfahrt-Aktien

Europa forciert Weltraum-Investitionen

Artemis I rocket with Orion and European Service Module on the launchpad. © European Space Agency
Mit einem neuen hochgesteckten Investitionsrahmen will sie die EU in Weltraum-Fragen unabhängiger von internationalen Partnern machen. Von diesem Souveränitätsbestreben werden einige Aktien profitieren. FUCHS-Kapital stellt sie vor.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Feldversuch beendet

Firmen in UK verlängern 4-Tage-Woche

Vier Tage arbeiten, aber weiter das Geld für fünf Tage kassieren - das haben etliche Unternehmen in Großbritannien ausprobiert. Jetzt ist der Test zu Ende und viele Firmen verlängern das Modell. Was steckt dahinter?
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Ölpreisdeckel produziert Gewinner

Profiteure von Energiekrise und Ölpreisdeckel

Seit Montag gilt der Ölpreisdeckel der EU gegen Russland. Das soll das Land schädigen, hat aber vorab zunächst nur zu veränderten Lieferketten in großem Stil gesorgt. Es gibt also schon jetzt Profiteure des Ölpreisdeckels. Auf die können auch Anleger setzen.
  • Fuchs plus
  • Überhang muss versteuert werden

Kirchensteuer-Erstattungen sind auch Einkommen

Symbolbild Kirche Geld.
Das Kirchensteuerrecht kennt so seine Tücken. Dazu gehört auch, dass Erstattungen versteuert werden müssen, auch dann, wenn in dem Jahr selbst gar keine Kirchensteuer gezahlt wurde.
Zum Seitenanfang