Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2988
Abmahner kassieren bei Online-Händlern ab

Lieferzeiten müssen stimmen

Vage Zeitangaben können zu Abmahnungen führen. Copyright: Pixabay
Es sind wieder Abmahner unterwegs, die für „Irreführung des Verbrauchers“ abkassieren. Achten Sie darauf, dass Ihre Lieferzeitenangabe stets aktuell ist. Sonst wird es teuer.

Achten Sie darauf, dass Ihre Lieferzeitenangabe stets aktuell ist. Es sind wieder Abmahner unterwegs, die für „Irreführung des Verbrauchers“  abkassieren.

Händler verwenden oft vage Angaben, um mögliche Verspätungen im Versand und beim Postlauf auszugleichen. Trotz der aktuellen Lage gilt die Pflicht zur Angabe konkreter Lieferzeiten oder Zeiträume. „Die Ware wird in der Regel am nächsten Werktag geliefert“, ist nicht ausreichend. Viele Relativierungen von Lieferzeiten haben Gerichte bereits für unzulässig erklärt – darauf weist der „Trusted Shops Abmahnschutz“ hin. Es ist klarzustellen, wann die Frist beginnt; z. B. nach Auftragsbestätigung oder bei vereinbarter Vorauszahlung nach dem Zeitpunkt der Zahlungsanweisung.

IDO-Verband kassiert ab

Derzeit kassiert der Interessenverband für das Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e.V. (IDO; Leverkusen) ab. Und zwar auch für einfach festzustellende und durchsetzbare Verstöße, z. B. unvollständige Angaben bei der Widerrufsbelehrung, fehlende Grundpreisangaben oder die Werbung mit Garantien. Betroffen sind auch eBay-Händler. Bereits seit Ende 2018 mahnt IDO Händler der Plattform Bricklink ab. 

Weil die Abmahnkosten im Vergleich zu einer Abmahnung durch die Konkurrenz mit ca. 250 Euro eher gering sind, wird nicht selten voreilig bezahlt. IDO fordert neben der Abmahngebühr auch eine Unterlassungserklärung. Werden die Mängel nicht behoben, drohen laut Händlerbund Vertragsstrafen von bis zu 4.000 Euro.

Fazit: Der Händlerbund rät, Abmahnungen durch IDO „unbedingt ernst zu nehmen“ und gesetzte Fristen einzuhalten. Die Unterlassungserklärung sollte nicht ohne ausreichende Prüfung unterzeichnet werden.

Hinweis: Gehen Sie besser vorher auf den Händlerbund zu. 

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Capitell Vermögens-Management AG in der Ausschreibung

Capitell geht nicht den letzten Meter

Thumb zu Stiftungsvermögen 2024. © Verlag Fuchsbriefe mit envato elements
Capitell ist ohne Zweifel ein erfahrener Stiftungsmanager, der von sich behauptet, die Besonderheiten von Stiftungen zu verstehen. Man begleite sie nicht nur seit der Gründung des Vermögensverwalters im Jahr 2000, sondern habe etliche Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich in Stiftungen engagieren. Dieser Blick von zwei Seiten kann ein Plus für die Stiftung Fliege sein, die einen neuen Vermögensverwalter für ihr Stiftungsvermögen sucht. Hält dieser Bonus der Realität stand?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
  • Der Digital Services Act gilt ab 17. Februar

Mehr Bürokratie, weniger Meinungsfreiheit, geringere Rechtssicherheit

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Foto: Verlag FUCHSBRIEFE
Haben Sie einen Webshop? Dann dürfen Sie sich auf den nächsten Schritt in Richtung Bürokratieaufbau, erweiterte Rechtsunsicherheit und Rückbau der Meinungsfreiheit „freuen“. Am 17. Februar gilt in Deutschland der Digital Services Act (DSA), den die EU-Kommission schon 2022 initiiert hat. Doch so mancher kleine Seitenbetreiber wird jetzt erst merken, was da auf ihn zurollt. FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber sieht in dem Gesetz mehr Schaden als Nutzen – nicht nur für die Unternehmen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Digitalisierung im Betrieb

Gefährdungsbeurteilung bei Einführung einer IT-App

Handscanner sind in der Wirtschaft weit verbreitet und sind ein cleverer Logistikhelfer. Unternehmen, die solche Geräte einführen wollen, müssen zuvor unter Umständen eine Gefährdungsbeurteilung mit Beteiligung des Betriebsrates durchführen. Das hat das Landesarbeitsgericht Berlin entschieden.
  • Fuchs plus
  • Überspringen auf Bankensektor nicht nur in den USA

Gewerbeimmo-Krise: Der Dollar dürfte profitieren

Der Letzte macht das Licht aus. © Foto: envato elements
In den USA brennt mal wieder die Hütte. Der dortige Gewerbeimmobilienmarkt weist gefährliche Krisenzeichen auf. Der Brand kann schnell auf den Bankensektor überspringen. Stärkt oder schwächt das den Dollar? Eine Szenario-Analyse.
  • Fuchs plus
  • Engel helfen beim Generationenwechsel im Unternehmen

Business Angel finanzieren Nachfolgen an Betriebsfremde

Unternehmer sollten bei der Suche nach geeigneten Nachfolgern auch an Business Angel denken. Gerade wenn die eigene Firma an betriebsfremde Nachfolger übergeben werden soll, können die Engel helfen. Sie bringen vielfach wichtige Netzwerke und oft auch Finanzierungen mit.
Zum Seitenanfang