Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1235
Vorsteuer nur bei genauer Anschrift

BFH-Entscheidung: Postfach ist keine Adresse

Der EuGH muss prüfen, ob ein Postfach eine Anschrift im Sinn des Steuerrechts ist. Der deutsche Fiskus verneint dies bisher.
Der BFH bezweifelt die Auffassung des deutschen Fiskus, was eine exakte Angabe einer Lieferantenadresse ist. Das ist für alle grenzüberschreitenden Lieferungen von Belang. Denn der Vorsteuerabzug wird in Deutschland nur gewährt, wenn die Rechnung die genaue Anschrift des Lieferanten enthält; eine Postfachangabe ost nicht zulässig (BFH, Vorlagen vom 6. 4. 2016, Az. XI R 20/14 und V R 25/15). Das soll nun der europäische Gerichtshof (EuGH) prüfen (Vorlageverfahren V R 25/15 bzw. XI R 20/14). Nach deutschem Recht muss der Lieferant am Ausstellungsort der Rechnung wirtschaftlich tätig sein. Damit soll bspw. eine Vollstreckung möglich werden. Handelt es sich beim Rechnungsort um eine Briefkastenfirma oder ein Postfach, geht dies nicht. Deshalb fordert der deutsche Fiskus eine genaue Sitz-Anschrift. Sonst entfällt der Vorsteuerabzug für den Kunden. Für Sie hat das Verfahren aktuelle Bedeutung. Moniert Ihr Finanzamt eine Rechnung unter Hinweis auf die nicht vollständige Anschrift des Lieferanten, stellen sie einen Antrag auf ein Billigkeitsverfahren nach den §§ 163, 227 der Abgabenordnung. Damit würde die Rechnung beim Vorsteuerabzug anerkannt. Alternativ können Sie auch ein Ruhen des Verfahrens bis zu der Entscheidung des EuGH beantragen.

Fazit: Ein Sonderweg des deutschen Fiskus steht auf dem europäischen Prüfstand.

Meist gelesene Artikel
  • Geldtipp-Podcast #7

Immobilien im Privatvermögen

Das Logo zum Geldtipp-Podcast. © Springernature
Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs. Stefanie Burgmaier, das Pferdchen und verantwortlich für das Wissensportal springerprofessional.de, und Ralf Vielhaber, der Fuchs und Herausgeber der Fuchsbriefe, sprechen über wichtige Themen rund ums Geld. Diesmal im Fokus: Immobilien im Privatvermögen.
  • Fuchs plus
  • Analyse nach FUCHS-Bewertungskriterien

Platin vom Asteroiden

Asteroid fliegt an Erde vorbei. © adventtr / Getty Images / iStock
Auf der Erde werden manche Rohstoffe knapp. Doch im Weltraum ist das Potenzial schier unbegrenzt. Erste Abenteurer machen sich daher auf den Weg. Und mutige Anleger können sich per Token beteiligen.
  • Fuchs plus
  • Corona-Maßnahmen werfen Sonderverwaltungszone immer weiter zurück

Hongkong erneut in einer Rezession

Hafen von Hongkong. (c) XtravaganT - Fotolia
Zum zweiten Mal binnen drei Jahren ist die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong in die Rezession abgerutscht. Schuld daran sind vor allem die unverändert scharfen Corona-Maßnahmen.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Energiepreise in der "Stratosphäre" – Berenberg-Studie

Wie der Gaspreis-Schock die Inflationsraten trifft

Taste mit Aufschrift Erdgas. © cirquedesprit/Fotolia
Die gute Nachricht ist: Die Gastanks füllen sich langsam aber stetig. Die Industrie muss im nächsten Winter nicht stillstehen, die Verbraucher nicht oder nur kurzzeitig frieren. Die schlechte Nachricht ist: Offen ist, ob sie Energie dann überhaupt noch bezahlen können.
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit in der Beratung – Rating 2022/23 - FUCHS|RICHTER-Score 41,3 - Status: kein Rating

VALEXX: Nachhaltig engagiert, aber noch nicht bewertbar

Die Leistung der Value Experst vermögensverwaltung läuft noch außerhalb des Nachhaltigkeits-Ratings. © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
Gegründet 1996 für Kunden, die mehr erwarten als das Übliche – so wirbt VALEXX für sich. Nun, was ist das Übliche, kann man sich jetzt fragen; Nachhaltigkeit ist es sicherlich noch nicht. Somit müsste dies eigentlich eine Paradedisziplin der Wertexperten aus Beckum sein. Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz hat deshalb genau hingeschaut.
  • Fuchs plus
  • VDMA schlägt Alarm

Unternehmen durch Nachhaltigkeits-Berichte überfordert

Nachhaltigkeit im Unternehmen. © troyanphoto / stock.adobe.com
Die EU plant, dass weitaus mehr Unternehmen als bisher verpflichtende Nachhaltigkeitsberichte verfassen müssen. Gerade kleinere Betriebe werden davon massiv überfordert sein. FUCHSBRIEFE zeigen, wie sich die Pflicht womöglich abmildern oder zumindest sinnvoll nutzen lässt.
Zum Seitenanfang