Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1867
Bundesfinanzhof bremst Unternehmen aus

Günstige EuGH-Regelung für Firmenwagen greift nicht

VW Passat. (c) Volkswagen AG
Der Bundesfinanzhof macht Unternehmen einen dicken Strich durch die Rechnung. Die Richter legten ein EuGH-Urteil anders aus als viele Steuer-Experten gedacht haben. Das hat zur Folge, dass für Firmenwagen nun doch Umsatzsteuer zu zahlen ist.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat ein positives Dienstwagen-Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) gekegelt. Daraus folgt eine steuerliche Schlechterstellung für Arbeitgeber. Denn viele Steuerexperten hatten das Urteil des EuGH aus dem vorigen Jahr so interpretiert, dass grundsätzlich keine Umsatzsteuer für Dienstwagen mehr zu zahlen sei, wenn die Fahrzeuge den Mitarbeitern zusätzlich zum Gehalt gewährt werden und sie diese auch privat nutzen dürfen. Bei dieser Regelung hätte die Zahlungsverpflichtung der Umsatzsteuer durch einfache Vertragsgestaltungen vermieden werden können.

Der Bundesfinanzhof bremst die Arbeitgeber nun steuerlich hart aus. Nach Lesart der obersten deutschen Steuer-Richter liegt demnach eine umsatzsteuerbare Leistung vor, wenn ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Fahrzeugüberlassung an einen Arbeitnehmer zu privaten Zwecken und der (teilweisen) Arbeitsleistung dieses Arbeitnehmers besteht. Ein solcher unmittelbarer Zusammenhang liegt jedenfalls dann vor, wenn die Fahrzeugüberlassung wie im Urteilsfall individuell arbeitsvertraglich vereinbart ist und in Anspruch genommen wird.

Fazit: Überlassen Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern einen Firmenwagen und dürfen diese das Fahrzeug auch für private Zwecke nutzen, wird der privat genutzte Anteil der Umsatzsteuer unterworfen.

Az. V R 25/21

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Climate Action 100+ hat große Investoren verloren

US-Investoren verabschieden sich von ESG-Anlagen

Drei große US-Investoren haben ESG-Investments den Rücken gekehrt. BlackRock, StateStreet und JP Morgen haben sich aus der Investment-Initiative Climat Action 100+ verabschiedet. Der Exodus der institutionellen Anleger hält damit an. FUCHSBRIEFE analysieren, was hinter der Abkehr steht.
  • Fuchs plus
  • Abwasser-Krimi in Teslas Gigafactory

Subventionen für E-Autos schaffen gigantische Überkapazitäten

Die hohen staatlichen Subventionen für E-Autos führen zu erheblichen Marktverzerrungen. So lässt BYD in China seine eigenen Autos zu, damit sie als verkauft gelten. Außerdem will das Unternehmen massiv auf dem europäischen Markt expandieren. Zugleich türmen sich die Probleme bei Tesla in Grünheide. Einerseits verschifft das Unternehmen seine Überproduktion an E-Autos nach Asien, andererseits entwickelt sich ein Abwasser-Krimi in der Gigafactory.
  • Fuchs plus
  • Unternehmensfinanzierung auf dem Hochplateau

Stabile Zinsen, hohe Kredithürden

Für Unternehmen wird es in den kommenden Monaten schwierig bleiben, Finanzierungen zu beschaffen. Zwar geht die Inflation weiter zurück, die Zinsen aber bleiben stabil. Auf der anderen Seite stellen die Banken weiter hohe Kredithürden auf.
Zum Seitenanfang