Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1070
Elektronische Übermittlung

Steuererklärung: Modernisierung mit Tücken

Die Automatisierung der Steuererklärung hat Vorteile. Es gibt aber auch einige Spielregeln, die Sie dabei beachten sollten.
Die elektronische Übermittlung von Daten zur Steuererklärung hat ihre Tücken. Mit der elektronischen Übermittlung erklären Sie grundsätzlich, dass die gesendeten Daten vollständig und korrekt sind. Hinzu kommt, dass die Bearbeitung im Finanzamt zwar schnell geht – aber eben auch automatisiert ist. Es erfolgt keine Detailprüfung durch einen Mitarbeiter mehr. Tauchen im Nachhinein Fehler auf, kommen Sie beim Nachreichen von Unterlagen oft in Erklärungsnot. Dann drohen Ihnen möglicherweise Verspätungszuschläge und unter Umständen sogar ein Aktenvorvermerk für eine mögliche Betriebsprüfung. Insbesondere der neu geregelte Verspätungszuschlag hat es in sich. Er wurde im Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens automatisiert und beträgt für jeden angefangenen Monat 0,25% der Steuernachzahlung (mind. 25 Euro mtl.). Der Zuschlag entfällt nur in zwei Fällen: Wenn Ihrer Bitte um Fristverlängerung zugestimmt wurde – und Sie dann pünktlich geliefert haben – oder wenn Sie nichts nachzahlen müssen. Steuerberater empfehlen deshalb zwei Vorgehensweisen bei der elektronischen Steuererklärung. Prüfen Sie sofort nach Eingang Ihres Bescheides, ob alle Aspekte berücksichtigt wurden. Falls nicht, müssen Sie zeitnah reagieren. Alternative: Legen Sie bereits von vornherein Ihr Veto gegen die Richtigkeit der Datenübermittlung ein. Dies berücksichtigt das Finanzamt (FA) und wandelt die vollautomatisierte Bearbeitung Ihrer Erklärung wieder in eine manuelle um. Größter Vorteil der Automatisierung: Sie müssen nicht mehr alle Unterlagen einreichen, das FA fragt diese im Einzelfall bei Bedarf ab. Sie müssen die Papiere nur parat haben und ggf. nachreichen. Wenn Sie mit dem FA schon vorab klären, welche Unterlagen es prüfen möchte, können Sie diese gleich parallel als Kopie einsenden.

Fazit: Die elektronische Steuererklärung reduziert den zeitlichen und bürokratischen Aufwand. Ihre Schwäche ist fehlende Individualität. Sie müssen Bescheide genauer prüfen.

Meist gelesene Artikel
  • Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Test für die neue AfD-Spitze

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Copyright: Pixabay
Seit Kurzem hat die Alternative für Deutschland (AfD) mit Tino Chrupalla und Alice Weidel ein neues Spitzenduo für die Bundestagswahl. Am kommenden Sonntag wird sich in Sachsen-Anhalt zeigen, ob sich die Partei mit dem Duo einen Gefallen getan hat. Ob "Erfolg" oder Misserfolg" für die rechte Partei, darüber entscheidet eine Prozentlinie.
  • Fuchs plus
  • Starkes Entrée und bereitwillige Auskünfte

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles

Donner & Reuschel: Vorbereitung ist alles. Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Bei Donner & Reuschel erlebt der Stiftungskunde viel Licht – und leider auch Schatten. Während der Anlagevorschlag weitestgehend ein Genuss ist, werden an anderer Stelle wertvolle Punkte durch schlechte Vorbereitung liegen gelassen.
  • Fuchs plus
  • Wiederverwertung von Rohstoffen

Startup löst Recycling-Problem bei Altreifen

Startup löst Recycling-Problem bei Altreifen. Copyright: Pexels
Das Recycling von Altreifen wird immer mehr zum Problem. Denn die Nachfrage nach den Resten geht stetig zurück. Ein Jungunternehmen aus dem Saarland hat die Lösung: Es zerlegt Gummi in seine Bestandteile. Dabei entstehen leicht verwertbare Rohstoffe. Bis Ende kommenden Jahres soll eine erste kommerzielle Anlage aufgebaut werden.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: Batterietechnik und E-Mobilität

Unternehmen unter Strom

Die E-Mobilität wird zum entscheidenden und starken Treiber für Batterie-Technik. Copyright Pixabay
Die E-Mobilität wird zum entscheidenden Treiber der Batterie-Entwicklung. Die technische und wirtschaftliche Dynamik ist groß und bietet vielen Unternehmen große Chancen. Zugleich wird der Markt allmählich reif. Das ist ein entscheidendes Kriterium für Anleger, sich dem Investment-Thema strategisch zu nähern.
  • Fuchs plus
  • Steuerliche Besonderheiten bei ausländischen Altersvorsorge-Plänen

Steuerpflicht auch bei Leistungen aus den USA

Steuerliche Besonderheiten bei ausländischen Altersvorsorge-Plänen. Copyright: Pixabay
Den Wohnsitz zumindest eine Zeit lang ins Ausland zu verlegen, ist heutzutage nichts Unübliches. Viele sorgen auch im Ausland fürs Alter vor. Steuerlich gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten.
  • Fuchs plus
  • Warnung vor überhöhten Ausschüttungen

Firmen sollen zurückhaltender ausschütten

Firmen mit eigenen Pensionskassen sollen sehr viel vorsichtiger als bisher Dividenden zahlen und Aktien zurückkaufen, wenn ihre Liquiditätssituation unbefriedigend ist. Das hat die zuständige britische Aufsichtsbhörde verfügt.
Zum Seitenanfang