Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
3779
Erklärung zur neuen Grundsteuer 2022

Welche Papiere brauchen Sie?

Grundsteuer. © made_by_nana / stock.adobe.com
Immobilieneigentümer - Unternehmer und Privatpersonen - müssen bald eine Feststellungserklärung zu ihren Immobilien beim Finanzamt einreichen. Das wird viel Arbeit machen und Sie müssen etliche Papiere zusammentragen. Wir liefern vorab eine konkrete Übersicht.

Die neue Grundsteuer wird Ihnen viel Arbeit machen. Sie können sich das Steuer-Leben 2022 aber leichter machen, wenn Sie schon damit beginnen, die umfangreichen Daten für die zwingende Grundsteuererhebung zusammenzutragen. Das Finanzamt wird Angaben zur Grundstücksart, Grundstücksfläche, Bodenrichtwert, Wohnfläche, Baujahr verlangen. Bei Mehrfamilienhäusern mit Eigentumswohnungen wird es auch den Miteigentumsanteil abfragen. Die meisten Angaben finden Sie in Ihren Papieren (Bauunterlagen, Kaufvertrag), aber sind die gut sortiert und greifbar? Eine Übersicht:

Ein Blick auf die Details

Bei Wohngebäuden ist nur die Wohnfläche zu erklären. Die Fläche eines Arbeitszimmers gehört zur Wohnfläche. Terrassen- und Balkonflächen werden zu 25% angesetzt. Sind Terrassen- und Balkonflächen von besonderer Qualität (z.B. wenn diese überdacht/seitlich wettergeschützt sind) können es 50% sein. 

Bei Zimmern mit Dachschrägen wird die Fläche unter einer Dachschräge bis 100 cm Höhe gar nicht berechnet. Ab einer Höhe von 100 cm bis 199 cm ist die Fläche nur mit 50% zu berechnen. Ab 200 cm Höhe unter der Dachschräge ist die Fläche vollständig als Wohnfläche zu berechnen. 

Regeln und Ausnahmen

Zur Wohnfläche zählen nicht: 

  • Räume im Keller und Dachgeschoss, die nicht als Wohnraum dienen; 
  • Garagen. Dienen sie Wohngebäuden, bleiben sie außer Ansatz, wenn sie in räumlichem Zusammenhang zum Wohngebäude stehen (z. B. angebaute oder freistehende Garage auf dem Grundstück; Tiefgarage im Mietshaus) oder wenn ihre Grundfläche 100 Quadratmeter nicht überschreitet; 
  • Nebengebäude bleiben unberücksichtigt, wenn sie Wohngebäuden dienen und ihre Gebäudefläche weniger als 30 Quadratmeter beträgt. Ein Nebengebäude kann eine Scheune oder ein Gartenhaus sein. Die Wohnfläche berechnet sich regelmäßig nach der Wohnflächenverordnung vom 25. November 2003 (BGBl. S. 2346).

Auch zu Grund und Boden sind viele Angaben erforderlich. Dazu zählen Gemarkung, Flur, Flurstück und Fläche des Grund und Bodens in Quadratmetern. Die Informationen finden Sie im Liegenschaftskataster. Außerdem ist die Grundbuchblattnummer anzugeben (Grundbuchblatt oder auch in den Bauunterlagen oder im Kaufvertrag).

Angaben nicht schätzen

Tragen Sie so viel und so genau wie möglich die korrekten Angaben zusammen. Grobe Schätzwerte sind nicht zu empfehlen. Denn das Finanzamt wird – ähnlich wie bei der Einkommenssteuererklärung – keinen Spaß verstehen. Wer es in der kurzen Zeit nicht schafft, alle Werte exakt anzugeben, sollte seine Erklärung gegenüber dem Finanzamt als vorläufigen Bescheid ausweisen. Im Jahr 2023 können die Angaben noch berichtigt werden.  Auch wer keine Erklärung abgibt, geht das Risiko ein, dass das Finanzamt alle Daten schätzt. 

Fazit: Bereiten Sie die Erklärung rechtzeitig vor. Einreichen können Sie die Daten ab dem 1.7. elektronisch über die Elster-Onlineplattform bis zum 31.10.2022. Auf deren Basis wird die neue Grundsteuer berechnet, die ab 2025 gilt. Maßgeblich für die Neuberechnung der Grundsteuer ist der Wert am 1. Januar 2022.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Climate Action 100+ hat große Investoren verloren

US-Investoren verabschieden sich von ESG-Anlagen

Drei große US-Investoren haben ESG-Investments den Rücken gekehrt. BlackRock, StateStreet und JP Morgen haben sich aus der Investment-Initiative Climat Action 100+ verabschiedet. Der Exodus der institutionellen Anleger hält damit an. FUCHSBRIEFE analysieren, was hinter der Abkehr steht.
  • Fuchs plus
  • Abwasser-Krimi in Teslas Gigafactory

Subventionen für E-Autos schaffen gigantische Überkapazitäten

Die hohen staatlichen Subventionen für E-Autos führen zu erheblichen Marktverzerrungen. So lässt BYD in China seine eigenen Autos zu, damit sie als verkauft gelten. Außerdem will das Unternehmen massiv auf dem europäischen Markt expandieren. Zugleich türmen sich die Probleme bei Tesla in Grünheide. Einerseits verschifft das Unternehmen seine Überproduktion an E-Autos nach Asien, andererseits entwickelt sich ein Abwasser-Krimi in der Gigafactory.
  • Fuchs plus
  • Unternehmensfinanzierung auf dem Hochplateau

Stabile Zinsen, hohe Kredithürden

Für Unternehmen wird es in den kommenden Monaten schwierig bleiben, Finanzierungen zu beschaffen. Zwar geht die Inflation weiter zurück, die Zinsen aber bleiben stabil. Auf der anderen Seite stellen die Banken weiter hohe Kredithürden auf.
Zum Seitenanfang