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Eigenständige Währung auf Blockchain-Basis

Die Libra hat das Zeug zum Weltgeld

Blockchain-Hardliner trauen der neuen Kryptowährung Libra nicht. Sie führen dabei v.a. zwei Argumente auf, warum Libra kein echtes Krypto-Geld sei: 1. Libra ist an andere Währungen gekoppelt und wäre damit kein eigenständiges Geld. 2. Libra wird als private Blockchain in einem Konsortium betrieben und wäre damit nicht wirklich dezentral. Beides ist Unfug.

Kryptowährungen | Weltgeld Libra

Das von Facebook initiierte Kryptogeld Libra wird sowohl ein eigenständiges Geld, als auch eine echte Blockchain-Lösung sein. Anderslautende Behauptungen sind falsch. Sie sind in den letzten Wochen immer wieder gegen Libra ins Feld geführt worden. Denn:
Libra ist nicht fix an andere Währungen gekoppelt. Laut Whitepaper – das sind sozusagen die „zehn Gebote" der neuen Währung – wird Libra mit einem Korb verschiedener Währungen hinterlegt sein. Die Libra Assocation mit Sitz in der Schweiz behält sich dabei das Recht vor, wie sie Libra hinterlegt und zu welchem Kurs sie Libra gegen andere Währungen eintauscht.
Es gibt keinen fixen Wechselkurs. Allerdings ist die Libra Association an einem stabilen Wert interessiert. Sie wird daher mit Hilfe ihrer Reserven in anderen Währungen als Käufer letzter Instanz auftreten, sofern jemand Libra gegen eine andere Währung eintauschen will. Damit wird Libra gerade kein Geldsurrogat sein – wie z.B. das Giralgeld der Banken, das bspw. als Geldforderung gegen die es anbietende Bank 1:1 an den Euro gebunden ist.
Völlig losgelöst von anderen Werten ist Libra somit nicht. Das ist beim Bitcoin anders. Dessen Wert bildet sich allein durch Angebot und Nachfrage gegenüber anderen Werten auf dem freien Markt. Dafür wird der Wechselkurs der Libra aber mit hoher Sicherheit auch weniger schwanken.
Libra hat 28 unabhängige Gründungsmitglieder. Sie „gehört" damit nicht allein Facebook. Alle Mitglieder haben juristisch abgesichert ein Stimmrecht in der Libra Association. Voraussichtlich wird auch jedes Gründungsmitglied technisch einen Knotenpunkt betreiben. Regeländerungen können damit nicht willkürlich, sondern nur durch klare Mehrheitsverhältnisse sowohl juristisch als auch technisch erfolgen. Zu den 28 Gründungsmitglieder gehören u.a.
namenhafte Unternehmen wie PayPal, Spotify, Vodafone oder Mastercard. Es kann also von ausreichender Dezentralität kombiniert mit Seriosität ausgegangen werden. Perspektivisch gehen die Überlegungen dahin, das Netzwerk für die komplett dezentrale Nutzung freizugeben.

Fazit

Es gibt allen Grund, Libra als künftiges supranationales „Weltgeld" ernst zu nehmen.
Hinweis: Am 12.07 gehen wir auf das Thema Datenschutz bei Libra ein.

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