Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1488
Vermögensstrategie

Absichern

Die großen Leitbörsen notieren ziemlich sorglos auf hohen Niveaus. Es spricht viel dafür, dass es nun nicht weiter nach oben geht – sondern nach unten.
Die großen Leitbörsen notieren ziemlich sorglos auf hohen Niveaus. Der Dow Jones hat sich wieder der Marke von 21.000 Punkten genähert. Der DAX hat sich erneut zum Allzeithoch bei 12.374 Zählern vorgetastet. Es spricht viel dafür, dass es nun nicht weiter nach oben geht – sondern nach unten. Taktgeber wird die US-Börse sein, die erneut Warnsignale sendet. Der kleine Kursdämpfer nach Trumps Scheitern mit seiner Rückabwicklung von Obamacare war nur ein erstes Signal. Nun hat die US-Notenbank einen Warnschuss abgefeuert. In der jüngsten Fed-Sitzung ging es hoch her. Das zeigt das Protokoll eindrucksvoll. Die wichtigsten Aussagen der Notenbanker in der Debatte: US-Aktien sind vielfach sehr teuer – und das ist die Mehrheitsmeinung der US-Geldhüter! Die US-Konjunktur entwickelt sich sehr stabil. Praktisch herrschen in den USA Vollbeschäftigung und steigender Lohndruck. Die Ableitungen für die US-Geldpolitik sind klar. Die US-Zinsen werden steigen. So weit, so bekannt. Allerdings plädierten zuletzt mehr Fed-Mitglieder für schnellere Zinsanhebungen. Das ist Gift für die Börse – auch wenn die Dosis bisher nur langsam steigt. Dessen Wirkung wird sich aber entfalten und könnte sich dann für einige Anleger und Investoren überraschend negativ zeigen. Denn die USA sind sehr zinssensitiv. Einerseits beruht ein enormer Teil der Wirtschaft auf Krediten (Autokredite, Kreditkarten). Aber auch die Börsen sind mit kreditfinanzieten Aktienkäufen hochgetrieben. Realisieren die Anleger das neue Szenario, wird es zu Gewinnmitnahmen kommen. Schließlich sind die Börsen in der Trump-Rally um gut 15% gestiegen. Seit Jahresbeginn sind es etwa 8%. Sinkt die Kursdynamik nahe der Allzeithochs, werden Investoren Kasse machen und auf wieder günstigere Einstiegskurse warten. Diese Bewegung werden die immer einflussreicheren Computerprogramme verstärken. Inzwischen werden 70% des Börsenhandels von Algorithmen bestimmt. Die verlängern Trends – obwohl diese z. B. fundamental kaum begründet erscheinen. So nähren steigende Kurse die weitere Hausse. Schalten die Programme aber um (durch welchen Auslöser auch immer), dann agieren sie ebenfalls wieder parallel – nur in die andere Richtung. Die Wahrscheinlichkeit ruppiger Trendwechsel (V-Muster im Chart) nimmt dadurch enorm zu. Dann nährt die Korrektur weiter fallende Kurse. Für das zweite Quartal rechnen wir daher mit einem deutlichen Anstieg der Volatilität – und mit sinkenden Börsen. Anleger sollten Kursgewinne darum jetzt per Stopp-Kursen absichern oder können mit Put-Optionsscheinen, Short-ETF und entsprechenden Zertifikaten auf fallende Kurse setzen. Das puffert Verluste im Depot ab, wenn Aktien aus z. B. steuerlichen Gründen nicht verkauft werden sollen (vgl. S. 6). Auch die Diversifikation in andere Währungen und Rohstoffe hilft, Schwankungen im Portfolio auszugleichen. Attraktiv erscheinen uns nach wie vor Rubel, mex. Peso, aber nach dem Absturz auch das Pfund. Dass solche strategischen und antizyklischen Investments langfristig erfolgreich sind, zeigt die Performance unseres Musterdepots. Im vorigen Jahr erzielten wir eine Rendite von 8,7%.  

Fazit: Reduzieren und begrenzen Sie mit Blick auf das zweite Quartal das Risiko im Portfolio. Aktien erscheinen uns kurzfristig ausgereizt; „sichere“ Staatsanleihen sind ohnehin riskant und korrekturgefährdet. Stellen Sie sich auf größere Schwankungen ein. Gold hält das Depot ebenfalls stabil. 

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Chart der Woche vom 18.04.24

BASF an Kursunterstützung kaufen

Wirkstofflösungen in kleinen Röhrchen © BASF SE 2023
BASF bietet charttechnisch orientierten Anlegern ein interessantes Bild. Im Jahr 2023 verlief die Aktie seitwärts zwischen klaren Kursmarken. Die obere Barriere hat die Aktie gerade überwunden. Der aktuelle Rücksetzer schafft eine Trading-Möglichkeit.
  • Fuchs plus
  • Im Fokus: Industriemetall-Aktien

Metall-Sanktionen bieten Anlegern Chancen

Kupferrohre © magann / stock.adobe.com
In die Preise für die Industriemetalle kommt kräftig Bewegung. Auslöser sind neue Sanktionen durch die USA und Großbritannien gegen russische Industriemetalle. Daraus ergeben sich für Anleger einige Opportunitäten.
  • Fuchs plus
  • E-Health-Tutorials mit bekannten Top-Therapeuten

Digitale Beratung zu mentaler Gesundheit

Der Erhalt der mentalen Gesundheit ist wichtig - privat genauso wie im Unternehmen. Darum kümmern sich manche Unternehmer verstärkt auch um die Belange ihrer Mitarbeiter. FUCHSBRIEFE haben eine interessantes Angebot für anonyme E-Health-Tutorials entdeckt, die Unternehmer ihren Mitarbeitern anbieten können.
Zum Seitenanfang