Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1226
Unternehmen in China

China Großbaustelle für Investoren

Baustellen gibt es für deutsche Firmen in China viele. Die aktuelle wirtschaftliche Geschäftstätigkeit wird zwar positiv gesehen, das alleine ist aber kein Grund für Investitionen. Lesen Sie, was vor Ort die größten hemmenden Faktoren sind.

Die deutschen Firmen halten sich mit Investitionen in China zurück. Neue Standorte will nur noch rund die Hälfte der Firmen vor Ort eröffnen. Grund: Es gibt keine Erwartungen hinsichtlich Marktzuwachs. Jedoch rechnen drei Viertel mit Umsatzsteigerungen in 2018. Der Maschinenbau ist dabei besonders zuversichtlich. Wer investiert, tut das vorrangig im Großraum Shanghai bzw. in der nördlich angrenzenden Provinz Jiangsu oder in der südlichen Provinz Guangdong (Städte Guangzhou, Foshan, Shenzen, Zhuhai).

Eine Menge Probleme

Die Firmenchefs nennen eine ganze Reihe von Problemen mit denen sie zu kämpfen haben. 

  • Die Fachkräftegewinnung macht zunehmend Schwierigkeiten. Die Personalkosten steigen. Das ist inzwischen das größte Problem. 
  • Internet-Restriktionen und die langsame Web-Geschwindigkeit machen das Geschäftsleben schwer. Auch die teilweise noch unklaren Auswirkungen des chinesischen Cyber-Security-Gesetzes bereiten Schwierigkeiten. 
  • Einer Umfrage zufolge war schon die Hälfte der Unternehmen mit rechtlichen und regulatorischen Hindernissen konfrontiert: Zollangelegenheiten, grenzüberschreitende Kapitalverkehrskontrollen, Lizensierung von Produkten/Dienstleistungen, Schutz geistigen Eigentums, Marktzugang. 
  • Die Skepsis gegenüber der Politik wächst. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hält es für fraglich, ob die chinesische Regierung ihre Zusagen bezüglich einer weiteren Marktöffnung tatsächlich umsetzen wird. Das Mammutprojekt Neue Seidenstraße kommt nur zögerlich in den Köpfen der deutschen Firmenchefs vor Ort an. Nahezu die Hälfte erwartet keine bedeutenden Effekte. 30% sind in Projekten aktiv oder bereiten sich darauf vor.

Herausforderungen in China

Vgl. zu 2016

Finden von Personal

79,1

Steigende Arbeitskosten

78,1

langsames grenzübergreifendes Internet

67,2

Halten von qualifiziertem Personal

65,8

Restriktionen beim Internet-Zugang

64,7

lokaler Wettbe werb

61,5

Protektionismus

56,6

Schutz geistigen Eigentums

55,7

Bürokratie

54,6

Rechtsunsicherheit und unklare Rahmenbedingungen

54,5

Quelle: „Business Confidence Survey 2017/2018

German Business in China German Chamber of Commerce in China, AHK Shanghai

 

Fazit: Der Markt China hat nicht mehr die großeBedeutung für deutsche Firmen wie früher. Fast 40% fühlen sich weniger willkommen. Aber die große Mehrheit hat vorerst keine Rückzugspläne. 

Hinweis: Weitere Infos finden sich in der Geschäftsklima-Umfrage 2017/2018 der Deutschen Handelskammer in China mit 423 Teilnehmern
(https://tinyurl.com/y9ws68nt).

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bayerische Vermögen GmbH in der Ausschreibung

Die Bayerische Vermögen lässt zu viele Fragen offen

Thumb Stiftungsvermögen 2024. © Collage: verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envator elements
Die Bayerische Vermögen gibt sich selbstbewusst. „Gibt es eine Formel für erfolgreiche Geldanlage?" Nicht alle Daten seien einfach abzurufen und müssten erst einmal ins rechte Verhältnis zueinander gesetzt werden. "Diesen Mehrwert bietet unsere Premium-Vermögensverwaltung und kann daher für jeden Privatanleger geeignet sein.“ Nun ist die Stiftung Fliege kein Privatanleger und hat besondere Anfordrungen. Wir sind also gespannt, was der Vorschlag zu bieten hat.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Siemens Energy

Starke Zahlen und Rekord-Aufträge

Siemens Energy ist auf gutem Wege. Das zeigen die jüngsten Zahlen an. Viele Unternehmensteile machen gute Umsätze und stattliche Gewinne. Das schlägt sich auch an der Börse nieder.
  • Fuchs plus
  • Plug Power

Kostensenkungsprogramm und Wasserstoff-Verkauf

Plug Power hat sich verhoben. Die Zahl der Projekte und Investitionen war zu hoch. Nun tritt das Unternehmen an verschiedenen Stellen auf die Kostenbremse. Gut ist in dem Umfeld, dass Plug mit der Produktion und dem Verkauf von Wasserstoff für seine Partner begonnen hat.
  • Fuchs plus
  • Editorial

BMW fährt auf Wasserstoff ab

BMW und Airbus verstärken ihre Bemühungen, Antriebslösungen mit Wasserstoff zu entwickeln. Der Autobauer aus Bayern setzt jetzt voll auf Wasserstoff, hat mit dem iX5 einen Pkw am Start, sieht dafür aber die aussichtsreichsten Märkte nicht in Deutschland oder Europa. Dennoch ist die Marschroute klar.
Zum Seitenanfang