Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1416
Profiteure des chinesischen Plastikmüll-Importverbots

Chinesen setzen Abfall-Branche in Bewegung

Chinas Importverbot für Kunststoffabfall setzt den Markt in Bewegung. Kurzfristig fallen die Preise für die Abnahme von Plastikmüll. Langfristig werden andere Länder als Müll-Abnehmer einspringen.

Chinas Importverbot von Plastikmüll wird Deutschland ohne größere Schwierigkeiten wegstecken. Ein Großteil der 800.000 Tonnen jährlich, die regelmäßig nach China gingen, wird vorübergehend verbrannt. In wenigen Monaten werden sich dann neue Abnehmer gefunden haben. Thailand, Malaysia, Vietnam, aber auch Bulgarien und Rumänien sind bereits in dem Geschäft aktiv.

Daher fallen die Abnahmepreise für Kunststoffmüll nur kurzfristig, wenn auch drastisch. Recycling- und Entsorgungsunternehmen, die für die Abnahme bisher zahlen mussten, profitieren von dem Überangebot. So fiel der Abnahmepreis von z. B. 1 Tonne Plastikfolie von 120 Euro auf unter 20 Euro. Für einige Plastiksor
ten (insbesondere Mischkunststoffe, z. B. Verpackungen) bekommen die Abnehmer inzwischen sogar Geld.

Keine Preisanhebungen zu erwarten

Dies geht zu Lasten des Kreislaufsystems „Gelber Punkt". Preisanhebungen für Plastikverpackungen, die letztlich der Verbraucher über Umlagen im Geschäft bezahlen muss, sind aber nicht zu erwarten. Andere Abnehmerländer werden schon bald in die von China geöffnete Lücke stoßen.

Das Recycling wird aber auch nicht stark von Chinas Import-Stopp profitieren. Die Wiederverwertung von Kunststoff ist aufgrund der vielfältigen chemischen Zusammensetzung enorm komplex. Außerdem gibt es kaum Verpackungsstandards, die die Recyclingfähigkeit diverser Plastikmüllsorten berücksichtigen. Darum werden heute in Deutschland gut 80% des gesammelten Kunststoffabfalls (aus dem gelben Sack) verfeuert.

Fazit: Geschichten wie „Deutschland erstickt im Plastikmüll" haben keine reale Grundlage.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • 6. Platz: Weberbank

Weberbank erneut vorn dabei

Erstellt mit Canva
Wer in seinem Leben Wert auf hohe Qualität legt, erwartet diese natürlich auch in der Zusammenarbeit mit seiner Bank. Dieser Anforderung will die Weberbank mit einem individuellen Beratungs- und Leistungspaket begegnen, das „höchsten Ansprüchen gerecht wird“. Ob das den Tatsachen entspricht, hat sich der Kunde, der für die FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ vor Ort war, angesehen.
  • Fuchs plus
  • Arbeitsämter setzen auf digitalen Durchblick im Förderdschungel

Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur prüfen

Viele Unternehmen kennen die Fördermöglichkeiten der Arbeitsagentur noch nicht. Jetzt können sie mit einem Online-Tool schnell prüfen, ob und was förderfähig ist.
  • Fuchs plus
  • Verteidigungsindustrie: Chancen für KMU durch resilientere Lieferketten

Verteidigungsindustrie braucht Zulieferer

Die europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sucht dringend nach resilienteren Lieferketten und bietet Chancen für kleine Mittelständler. Trotz vorhandener Finanzmittel fehlt es bisher an Lieferanten. FUCHSBRIEFE zeigen Ihnen, wo Sie an Aufträge kommen könnten.
Zum Seitenanfang