Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
859
Profiteure des chinesischen Plastikmüll-Importverbots

Chinesen setzen Abfall-Branche in Bewegung

Chinas Importverbot für Kunststoffabfall setzt den Markt in Bewegung. Kurzfristig fallen die Preise für die Abnahme von Plastikmüll. Langfristig werden andere Länder als Müll-Abnehmer einspringen.

Chinas Importverbot von Plastikmüll wird Deutschland ohne größere Schwierigkeiten wegstecken. Ein Großteil der 800.000 Tonnen jährlich, die regelmäßig nach China gingen, wird vorübergehend verbrannt. In wenigen Monaten werden sich dann neue Abnehmer gefunden haben. Thailand, Malaysia, Vietnam, aber auch Bulgarien und Rumänien sind bereits in dem Geschäft aktiv.

Daher fallen die Abnahmepreise für Kunststoffmüll nur kurzfristig, wenn auch drastisch. Recycling- und Entsorgungsunternehmen, die für die Abnahme bisher zahlen mussten, profitieren von dem Überangebot. So fiel der Abnahmepreis von z. B. 1 Tonne Plastikfolie von 120 Euro auf unter 20 Euro. Für einige Plastiksor
ten (insbesondere Mischkunststoffe, z. B. Verpackungen) bekommen die Abnehmer inzwischen sogar Geld.

Keine Preisanhebungen zu erwarten

Dies geht zu Lasten des Kreislaufsystems „Gelber Punkt". Preisanhebungen für Plastikverpackungen, die letztlich der Verbraucher über Umlagen im Geschäft bezahlen muss, sind aber nicht zu erwarten. Andere Abnehmerländer werden schon bald in die von China geöffnete Lücke stoßen.

Das Recycling wird aber auch nicht stark von Chinas Import-Stopp profitieren. Die Wiederverwertung von Kunststoff ist aufgrund der vielfältigen chemischen Zusammensetzung enorm komplex. Außerdem gibt es kaum Verpackungsstandards, die die Recyclingfähigkeit diverser Plastikmüllsorten berücksichtigen. Darum werden heute in Deutschland gut 80% des gesammelten Kunststoffabfalls (aus dem gelben Sack) verfeuert.

Fazit: Geschichten wie „Deutschland erstickt im Plastikmüll" haben keine reale Grundlage.

Meist gelesene Artikel
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
  • Die Sozialstaats-Lobby ist viel zu mächtig

Deutschlands verkehrte Welt

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Verlag FUCHSBRIEFE
Unser Staat gängelt die Leistungsträger und bemuttert die Leistungslosen. Bedingungsloses Grundeinkommen: Der Name ist Programm. Noch wurde es im Gesetzgebungsverfahren abgelehnt. Doch schon das Bürgergeld führt in die falsche Richtung.
  • "Wir machen Qualität im Private Banking transparent"!

FUCHS|RICHTER: 20 Jahre und kein bisschen leise

20 Jahre FUCHS|RICHTER Prüfinstanz. © erstellt mit Canva
20 Jahre und kein bisschen leise – die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren machen Fuchsbriefe Verlagschef Ralf Vielhaber und der geschäftsführende Gesellschafter des IQF, Dr. Jörg Richter, Qualität im Private Banking transparent. Es profitieren nicht nur vermögende Privatanleger, sondern auch Stiftungen und Kleinanleger.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Neuer Energiepartner Europas

Ägypten zieht Investoren an

Blick über Kairo. © Ahmed Elsayed / stock.adobe.com
Für den Nil-Staat Ägypten fürchteten Beobachter Anfang des Jahres schlimme Versorgungsengpässe. Dank einer Reihe von Maßnahmen sind diese bislang nicht eingetreten. Im Gegenteil: Ägypten zieht verstärkt internationale Konzerne an.
  • Fuchs plus
  • Bürgerkriegsrisiko stark angestiegen

Sinkende Inflation ist Balsam für Südafrika

Kapstadt (c) michaeljung/Fotolia
Am Kap der Guten Hoffnung ist die soziale Spaltung extrem groß. Dass nun die Teuerungsraten fallen, ist daher Balsam für das Land und wichtig für den Frieden. Ein Restrisiko bleibt aber. Wer in das Land und seine Unternehmen investieren möchte, sollte das beachten.
  • Fuchs plus
  • Neue Spielräume für die Notenbank

Kanada-Inflation sinkt zweiten Monat in Folge

Kanada © Barbara Helgason / stock.adobe.com
Entgegen dem allgemeinen Trend scheint die Bank of Canada im Kampf gegen die Inflation die Oberhand zu gewinnen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Geldhüter und bietet eine interessante Anlageperspektive.
Zum Seitenanfang