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Profiteure des chinesischen Plastikmüll-Importverbots

Chinesen setzen Abfall-Branche in Bewegung

Chinas Importverbot für Kunststoffabfall setzt den Markt in Bewegung. Kurzfristig fallen die Preise für die Abnahme von Plastikmüll. Langfristig werden andere Länder als Müll-Abnehmer einspringen.

Chinas Importverbot von Plastikmüll wird Deutschland ohne größere Schwierigkeiten wegstecken. Ein Großteil der 800.000 Tonnen jährlich, die regelmäßig nach China gingen, wird vorübergehend verbrannt. In wenigen Monaten werden sich dann neue Abnehmer gefunden haben. Thailand, Malaysia, Vietnam, aber auch Bulgarien und Rumänien sind bereits in dem Geschäft aktiv.

Daher fallen die Abnahmepreise für Kunststoffmüll nur kurzfristig, wenn auch drastisch. Recycling- und Entsorgungsunternehmen, die für die Abnahme bisher zahlen mussten, profitieren von dem Überangebot. So fiel der Abnahmepreis von z. B. 1 Tonne Plastikfolie von 120 Euro auf unter 20 Euro. Für einige Plastiksor
ten (insbesondere Mischkunststoffe, z. B. Verpackungen) bekommen die Abnehmer inzwischen sogar Geld.

Keine Preisanhebungen zu erwarten

Dies geht zu Lasten des Kreislaufsystems „Gelber Punkt". Preisanhebungen für Plastikverpackungen, die letztlich der Verbraucher über Umlagen im Geschäft bezahlen muss, sind aber nicht zu erwarten. Andere Abnehmerländer werden schon bald in die von China geöffnete Lücke stoßen.

Das Recycling wird aber auch nicht stark von Chinas Import-Stopp profitieren. Die Wiederverwertung von Kunststoff ist aufgrund der vielfältigen chemischen Zusammensetzung enorm komplex. Außerdem gibt es kaum Verpackungsstandards, die die Recyclingfähigkeit diverser Plastikmüllsorten berücksichtigen. Darum werden heute in Deutschland gut 80% des gesammelten Kunststoffabfalls (aus dem gelben Sack) verfeuert.

Fazit: Geschichten wie „Deutschland erstickt im Plastikmüll" haben keine reale Grundlage.

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