Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1567
Stromspar-Förderprogramme

Abschreckende Bedingungen

Das Wirtschaftsministerium hat ein neues Programm aufgelegt. Das ist mehr als kompliziert.
Kompliziert, komplizierter, BMWi! Unser Wirtschaftsminister will die Förderung von Stromspar-Investitionen mit einem Wettbewerb verknüpfen. STEP up heißt das Programm. Es ist für die drei Jahre, 2016 bis 2018, mit 300 Mio. Euro dotiert. Und an Komplexität und Unverständlichkeit der Bedingungen kaum zu übertreffen. Gefördert werden Erneuerungsinvestitionen in allen Stromspartechnologien mit bis zu 1,5 Mio. Euro. Dies sind die Bedingungen: Die Amortisationszeit der Maßnahme muss bezogen auf die eingesparten Stromkosten ohne Förderung mehr als drei Jahre betragen. Jede geförderte Anlage muss mindestens zehn Jahre in Betrieb sein. Die Fördersumme geteilt durch eingesparte kWh über den gesamten Betriebszeitraum darf maximal 0,10 Euro je kWh betragen. Vergleichsgröße für die Förderung sind die Mehrkosten einer effizienten Neuanlage im Vergleich zu einer konventionellen Neuanlage. Die Förderung kann bis zu 30% der Mehrkosten betragen. Noch komplizierter wird es durch den Wettbewerbsgedanken. Ein Beispiel: Eine energiesparende Neuanlage kostet 100.000 Euro mehr als eine konventionelle. Dabei werden 50.000 kWh Strom im Jahr eingespart, über zehn Jahre also 500.000 kWh. Die Energiesparanlage könnte durch STEP up mit 30.000 Euro (30% von 100.000 Euro) gefördert werden. 30.000 geteilt durch 500.0000 ergibt 0,06 Euro je kWh. Damit erfüllt die Investition die Förderbedingungen. Je weniger Förderung das Unternehmen beantragt, umso höher sind die Einsparungen je Fördereuro. Beantragt es 15.000 Euro, ergeben sich 0,03 Euro je kWh. Damit steigen die Chancen, die Förderung zu erhalten. Die Unternehmen, die nur geringe Einsparungen erreichen, gehen leer aus. Sie können sich lediglich bei nachfolgenden Ausschreibungen neu bewerben.

Fazit: Es spricht viel dafür, dass die Ausgestaltung des Programms nur zu Mitnahmeeffekten führt. Wer sowieso in hocheffiziente Anlagen investieren wollte, versucht die Förderung mitzunehmen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Konditionen: Es geht auch günstig

Weite Bandbreite bei den Gebühren der Vermögensverwalter

(c) Verlag Fuchsbriefe, Bildmaterial envato elements
Wer etwas kauft, schaut auf den Preis. Das ist auch bei einer Vermögensverwaltung nicht anders, zumal die Kosten regelmäßig anfallen und unmittelbar die Nettorendite des Kunden beeinflussen. Gerade in einer Zeit extrem hoher Inflationsraten ist das von Bedeutung.
  • Im Fokus: KI-Aktien

ChatGPT läutet nächste Runde der KI-Revolution ein

Symbolbild Künstliche Intelligenz. © Andrey Suslov / Getty Images / iStock
Der auf Künstlicher Intelligenz basierende Chatbot ChatGPT ist derzeit in aller Munde. Die Fähigkeiten der KI sind erstaunlich und entwickeln sich rasant weiter. Anleger fragen sich darum, mit welchen Aktien sie vom Megatrend Künstliche Intelligenz am besten profitieren.
  • Fuchs plus
  • MiFID-Vorgaben in der Praxis kaum einhaltbar

Krisen-Kommunikation im Private Banking

(c) Verlag Fuchsbriefe, Bildmaterial envato elements
In der jüngsten Vergangenheit häuften sich extreme Marktereignisse. Seien es Lehmann-Pleite, Brexit, Trump-Wahl, Corona-Crash oder der Ausbruch des Ukraine-Krieges – unverhofft kommt oft und zuletzt sogar immer öfter. Die FUCHS|RICHTER Prüfinstanz wollte wissen: Wie schnell und in welcher Form informieren die Banken und Vermögensverwalter ihre Kundschaft?
Zum Seitenanfang