Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
250
Es wird teurer

Energie: Ab 2020 neues Preisregime für CO2

Der Vorstoß der Bundesregierung, auf dem G 20-Gipfel in Hamburg eine internationale CO2-Bepreisung zu beschließen, wird keinen Erfolg haben.
In Europa steigen ab 2020 die Preise für CO2-Zertifikate. Denn ab dann wird das Angebot knapper. Das Europaparlament hat am Mittwoch einem Vorschlag der EU-Kommission für die 4. Handelsperiode für CO2 zugestimmt (2021 bis 2030). Danach sollen die Emissionszertifikate ab 2021 um jährlich 2,2% verringert werden. Der Preisanstieg wird aber moderat ausfallen. Denn derzeit gibt es etwa zwei Milliarden überschüssige Zertifikate. Im letzten Jahr schwankte der Preis zwischen 4,20 und 6,80 Euro. 2030 wird mit Preisspitzen von zehn bis 15 Euro pro Tonne CO2 gerechnet. Selbst Polen wird dem Kommissionsvorschlag zustimmen. Schon der ruhige Verlauf der EU-Parlamentssitzung deutet darauf hin. Das Land ist sonst stets kritisch bei Emissionsvereinbarungen. Unser östlicher Nachbar wird aber versuchen, Sonderkonditionen zu erlangen. Besonders bei der Effort-Sharing-Entscheidung, also der Emissionsreduktion in den Sektoren Straßenverkehr, Landwirtschaft und Gebäude, will sich Polen kaum beteiligen. Der Versuch der Bundesregierung, eine internationale CO2-Bepreisung zu beschließen, wird dagegen keinen Erfolg haben. Dies hat sich Berlin im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg zum Ziel gesetzt. Die US-Administration ist an Umweltthemen nicht interessiert. Somit werden sich auch Russland, Saudi-Arabien und weitere Staaten dem Thema verweigern. Andere, wie China und Mexiko, wollen ein eigenes CO2-Zertifikathandelssystem einführen. Sie wären auch auf internationaler Ebene zu einem Beschluss bereit. Aber G20-Beschlüsse erfolgen nur bei Zustimmung aller Teilnehmer.

Fazit: In Europa ist mit leicht steigenden CO2-Preisen zu rechnen. International wird sich die Bepreisung von CO2 nicht durchsetzen.


Meist gelesene Artikel
  • Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Raiffeisen Privatbank kommt oft ohne Begründungen aus

Mit insgesamt 74,9 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die Raiffeisen Privatbank Liechtenstein AG ein Gut und Platz 16 in der Gesamtwertung.
Die Raiffeisen Privatbank in Liechtenstein sendet uns ein präzises Protokoll mit den Inhalten des Gesprächs während unseres Besuchs, danach einen Strategievorschlag mit einem Anlagevorschlag für das neue Portfolio. Dabei bleiben jedoch einige Fragen offen;  in einem Aspekt arbeitet das Haus dann aber wieder vorbildlich. 
  • Aktien

Neue Hochs voraus

Die US-Notenbank wird 2018 ihre Zinsen wohl anheben und die Anleihenkäufe reduzieren. Das wird nicht spurlos an den Aktienmärkten vorbeigehen.
2018 beginnt vielversprechend. Der Dow wird von den Auswirkungen der Steuerreform getrieben, der DAX fährt in seinem Windschatten. Die Rally des Vorjahres wird fortgesetzt. Im Verlauf des Jahres dürfte es jedoch turbulenter zugehen.
  • Ausblick 2018

Es läuft (zu) rund

Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf's Eis. Diese Gefahr besteht derzeit wieder. Es läuft rund in der Weltwirtschaft und die Unternehmen haben mächtig Rückenwind bei Zinsen und immer noch auf der Währungsseite. In solchen Zeiten werden die größten Fehler gemacht.
Neueste Artikel
  • Die M&A-Aktivitäten kommen wieder in Schwung

Top-Rahmenbedingungen für Unternehmensübernahmen

Verkäufer von Unternehmen sind in einer komfortablen Ausgangslage. Die US-Steuerreform dürfte zusätzliche Nachfrageimpulse auslösen. Und auch chinesische Unternehmen greifen wieder häufiger zu.
  • ICC veröffentlicht deutsch-englische Musterverträge

Mustervertrag der ICC

Das International Chamber of Commerce hat ein Buch mit international üblichen deutsch-englsich Musterverträgen und praxisnaher Kommentierung herausgebracht.
  • Hauptstadt-Notiz

Warten auf Trump Rede

Das Infrastruktur-Sanierungsprogramm in den USA stockt. Bei Trumps Rede zur Nation am 30. Januar erwartet man neue Informationen.
Zum Seitenanfang