Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1442
Limitiert spekulieren

Kakaobauern geraten unter Druck

Die Nachfrage an Kakao ist hoch wie nie zuvor. Die Produzenten unterdessen kämpfen mit ökologischen Veränderungen. Copyright: Picture Alliance
Nachdem der Preis für Kakao in den letzten zwei Jahren gefallen ist, zeichnet sich nun langsam ein Ende dieses Trends ab. Die Nachfrage ist so hoch wie noch nie, die Produzenten jedoch kämpfen vermehrt mit Problemen.

Beim Kakaopreis (Cocoa) zeichnet sich eine Bodenbildung ab. Während der letzten beiden Jahre war der Preis für Kakao kräftig gefallen. Von rund 3.250 USD je Tonne Kakao im April 2016 sank der Preis im Sommer 2017 unter die Marke von 1.900 USD/t (-42%). So wenig kostete der Rohstoff zuletzt 2009. Im vergangenen Jahr ging der Abwärtstrend in eine Seitwärtsphase über. Die Marke um 1.800 USD/t erwies sich mehrmals als belastbarer Unterstützungsbereich.

Inzwischen sprechen auch die fundamentalen Daten für einen mittelfristigen Preisanstieg. Laut Europäischer Kakaovereinigung ECA wurden im vierten Quartal 2017 mit 353.300 Tonnen (plus 4,4% gegenüber dem Vorjahr) so viele Kakaobohnen verarbeitet wie noch nie zuvor in einem Jahresendquartal. Im gesamten letzten Jahr stieg die Verarbeitung um 2,6% auf 1,38 Mio. Tonnen und damit stärker als in den zwei Jahren zuvor (2015 und 2016).

Auswirkungen des Klimawandels werden zum Problem

Während die Nachfrage also steigt, dürften das Angebot und die Produktion tendenziell zurückgehen. Ursache dafür: der Klimawandel. Bereits im letzten Jahr führte eine ungewöhnlich lange Dürreperiode in Ghana und der Elfenbeinküste zu empfindlichen Ernteeinbußen. Im Jahr 2016 sorgten heftige Regenfälle in Ghana dafür, dass der Kakaoanbau um 30% einbrach.

Die Spuren des Klimawandels dürften sich in den kommenden Jahren vertiefen. Elfenbeinküste und Ghana sind mit einem Marktanteil von rund 60% die wichtigsten Kakaoanbauländer der Welt. Kakao ist eine sensible Pflanze, die nur unter sehr speziellen Wetterbedingungen in einigen Gebieten entlang des Äquators gedeiht. Die Chancen stehen somit gut, dass die Bodenbildung bei Kakao in diesem Jahr abgeschlossen wird.

Fazit: Anleger, die vom zu erwartenden Preisanstieg profitieren wollen, können mit einem ungehebelten Indexzertifikat (z. B.: ISIN: JE 00B 2QX ZK1 0) auf höhere Kakaopreise setzen. Achtung: Orders bitte limitieren – Spread vergleichsweise hoch!

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brasiliens Märkte (wieder) unter Druck

Der schamlose Flirt mit dem Militärputsch

Bolsonaro: Der schamlose Flirt mit dem Militärputsch. Copyright: wikimedia
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro startete als Liebling der Finanzmärkte, ist dort aber längst zu einer persona non grata geworden. Die Ursachen liegen in seiner praktisch erfolglosen Politik, die kaum etwas von dem hält, was man sich von ihm versprach. Je stärker die Opposition gegen ihn wird, desto unverhüllter werden seine Drohungen mit einem Militärputsch.
  • Fuchs plus
  • BW-Bank, TOPS 2022, Beratungsgespräch und Vorauswahl

BW-Bank gibt passende Antworten auf viele Fragen

Wie schlägt sich die BW-Bank im Markttest TOPS 2022? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
"Die Finanzwelt hat eine turbulente Zeit hinter sich – von den Kursschwankungen am Aktienmarkt im Frühjahr 2020 bis hin zum frischen Wind durch Digitalisierung und nachhaltige Geldanlagen. Wie geht es 2021 weiter?“ Diese Frage, die der Kunde auf der Website der BW-Bank liest, treibt ihn selbst um. Wie soll er sein Vermögen ohne Verluste durch weitere Turbulenzen bringen? Expertise für institutionelle Anleger hat die Bank als führender Stiftungsmanager. Doch hilft ihm das auch als Privatkunde?
  • Fuchs plus
  • Kompliziert: Wann Umsatzsteuer im Ausland?

B2C: Sehr niedriger Schwellenwert

B2C: Sehr niedriger Schwellenwert. Copyright: Pixabay
Die Komplexität der Umsatzsteuerabwicklung im Online-Handel ist nicht nur durch den neuen sehr niedrigen Lieferschwellenwert von 10.000 Euro gefährlich. Bei unabsichtlichen Fehlern, fehlendem Wissen oder Fahrlässigkeit drohen empfindliche Geldstrafen (Steuerhinterziehung) oder gar Haft.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Partnerschaft mit Bosch bestätigt

Nikola Motors setzt Geschäftsplan sukzessive um

Nikola Motors setzt Geschäftsplan sukzessive um. Copyright: Nikola Motors
Bei Nikola Motors wird es gerade etwas ruhiger - und das ist gut so. Denn für das Unternehmen geht es darum, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren - und sich weniger mit dubiosen Vorwürfen von Short-Sellern zu beschäftigen. Und während es gute Meldungen zum Geschäftsverlauf gibt, erhöhen die "Shorties" ihre Positionen.
  • Fuchs plus
  • Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN)

Eine bloße Forderung muss kein Nachteil sein

Bitcoins in der Exchange Traded Note (ETN). Copyright: Pexels
Bitcoin gibt es nicht nur pur, sondern auch im Mantel. Der Mantel, das kann ein ETF sein oder eine ETN. Was ist aus Anlegersicht zu bevorzugen?
  • Fuchs plus
  • Bloom Energy

Im Fokus der Short-Seller

Die Aktie von Bloom steht weiterhin im Fokus von Investoren, die auf fallende Kurse spekulieren. Von der fundamentalen Entwicklung her können wir das nicht nachvollziehen. Daher haben wir die Aktie weiter auf der Kaufliste - mit der Chance auf einen heftigen Short squeeze.
Zum Seitenanfang