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Eine erneute Ölschwemme schickt die Kurse wieder runter

Öl unter hohem Druck

Der Ölpreis ist volatil. Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen, sind seine Aussichten eher trübe. Der erneute Kursanstieg wird nicht von langer Dauer sein. Darauf lässt sich mit einer Short-Strategie wetten.

Ausgehend von den Tiefstständen von Anfang August ist der Ölpreis wieder kräftig angesprungen. Damals markierte der Preis der US-Ölsorte WTI (West Texas Intermediate) noch ein Zwischentief knapp oberhalb von 50 USD. Wir hatten Sie auf die große technische Bedeutung dieser Marke schon hingewiesen (FD vom 9.8.) und Öl zum kurzfristigen Kauf empfohlen. Wenige Tage später setzte der Ölpreis zur antizipierten Bewegung an und stieg um rund 14% auf 57 USD je Barrel.

Für einen nachhaltigen Dreh nach oben reichte es aber bislang nicht. Während der letzten Wochen pendelte der Ölpreis in einem engen Band zwischen 53,50 und 56,50 USD je Barrel seitwärts. Damit steigt nun die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Abwärtsbewegung, zumal sich die fundamentalen Aussichten für die Konjunktur weiter verschlechtern.
Zudem wird auf der Angebotsseite zusätzlicher Druck entstehen. Denn mit dem Start der „Plains All American Pipeline's Cactus II" (Transportvolumen: 670.000 Barrel pro Tag) ist vergangenen Monat in den USA ein Meilenstein erreicht worden.

Es kommt noch mehr Öl auf den Weltmarkt

Die neue Pipeline verbindet das ölreiche Permbecken mit der texanischen Stand Corpus Christi. Von dort wird das Öl in alle Welt exportiert. Laut Analysten der Citigroup könnten die neuen Pipelines dazu beitragen, dass die US-Ölexporte von derzeit 3 Mio. bpd (Barrel pro Tag) bis Jahresende um 1 Mio. bpd und im kommenden Jahr um eine weitere Mio. bpd gesteigert werden.

Die mögliche neue Ölschwemme verschärft die Situation der OPEC. Saudi-Arabien und Russland haben bereits versucht, durch die Drosselung der Produktion die Ölpreise stabil zu halten. Doch bereits heute gibt es zu viel Öl auf dem Weltmarkt. Auch die Produktionsverluste in Venezuela oder durch den Boykott des Iran wurden locker kompensiert. Auf Sicht der kommenden zwei bis drei Jahre dürfte der Ölpreis somit tendenziell weiter unter Druck bleiben.

Fazit: Anleger, die mittel- und langfristig auf fallende Ölpreise setzen möchten, ordern am besten ein zeitlich unbefristetes Short-KO-Zertifikat mit Hebel 1 (Beispiel ISIN: DE 000 DDH 8HJ 2 / K.O.-Schwelle: 108,20 USD).

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