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Handelsstreit drückt den Preis nach unten

Zink rutscht ab

Zink ist indirekt vom Handelskrieg betroffen. Das Industriemetall wird als Korrisionsschutz benötigt. Bei sinkender Eisen- und Stahlproduktion sinkt so auch die Nachfrage. Jedoch wird in China zukünftig auch weniger Zink gefördert.

Der Zinkmarkt ist heftig in Bewegung. Seit Anfang Juni rutschten die Notierungen des aktuellen Zink-Terminkontrakts an der London Metal Exchange um satte 28,5%. Im Januar notierte eine Tonne Zink mit 3.606 USD noch so hoch, wie seit 11 Jahren nicht mehr. Von diesem Mehrjahreshoch gemessen, beträgt der Preisabschlag inzwischen mehr als 35%.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China drückt auf die Zink-Notierungen – genau wie auf die anderen Industriemetalle. Zwar ist Zink, anders als Aluminium und Stahl, nicht direkt von den Zöllen betroffen. Allerdings wird die Nachfrage durch seine Verwendung als Korrosionsschutz für Eisen- und Stahlprodukte dennoch beeinflusst.

Die Eröffnung von zwei neuen Zink-Minen in Südafrika und Australien drückt noch zusätzlich auf den Preis. Diesem zusätzlichen Angebot steht jedoch eine sinkende Zinkproduktion in China entgegen. Um Umweltgesetze und Emissionsgrenzwerte einzuhalten, drosselt die chinesische Regierung die heimische Zinkproduktion. Einer Studie des staatlichen chinesischen Forschungsinstituts Antaike zu Folge, dürfte die Zinkproduktion im Reich der Mitte, die mehr als ein Drittel des weltweiten Angebots ausmacht, im laufenden Quartal auf das niedrigste Niveau seit 2015 fallen. Pro Monat dürften rund 100.000 Tonnen weniger Zink auf den Markt kommen, als aktuell. Ein solch drastischer Angebotsrückgang wird nicht so schnell zu kompensieren sein. Daher rechnen wir mit einem Preisanstieg. Nach dem deutlichen Abverkauf erscheint nun eine Gegenbewegung wahrscheinlich.

Fazit: Die fundamentale Marktlage verschiebt sich zu Lasten des Angebots. Mit einem Zink-ETC (z.B. ISIN: DE 000 A0K RKA 0) können mittelfristig orientierte Anleger auf einen Preisanstieg setzen.

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