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Japans gefesselte Notenbank

Der Yen ist weiter sehr gefragt

Die aktuellen Zahlen in Japan sehen ebenfalls schlimm aus. Aber dennoch besser als in anderen Ländern. Darum ist der Yen der "Einäugige unter den Blinden".

Der Kursverlauf bestätigt unsere Einschätzung … Den japanischen Währungshütern gelingt es kaum noch, Einfluss auf den Kurs den Yen Einfluss zu nehmen. Er bleibt trotz des auch in Japan massiven konjunkturellen Einbruchs stark. Der Grund: Der Yen wird in Asien weiter als sicherer Hafen angesteuert.

Zudem sind die japanischen Zahlen eher ein wenig besser als die der Eurozone. Mit aktuell 25,8 Punkten für den Sektoren übergreifenden (composit) Einkaufsmanager-Index ist der Einbruch etwas geringer als in der Eurozone. Der Einbruch der Industrieproduktion mit -5,7% und auch der Einzelhandelsumsätze um -4,6% (jeweils zum Vorjahr) ist schlimm. Beide Werte liegen aber letztlich im Rahmen dessen, was derzeit global zu beobachten ist.

Profiteur des niedrigen Ölpreises

Einen Vorteil hat Nippon jedoch. Japan gehört zu den Profiteuren des niedrigen Ölpreises. Die Einkaufspreise sinken. Das  kompensiert etwas den Exportrückgang in der Zahlungsbilanz. Die verwundbare Flanke Japans in der Außenwirtschaft ist derzeit also nicht bedroht. Auch das stärkt den Yen.

Fazit: Wir sehen den Yen als stärkste Währung unter den großen Drei.

Empfehlung: Derivate wie Zertifikate oder Optionsscheine auf einen starken Yen bleiben aus unserer Sicht daher attraktiv für Anleger, die entsprechend risikogeneigt und -tragfähig sind.

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