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Emerging Markets geraten unter Druck

Die Ansteckungsgefahr der türkischen Krise

Anleger reagieren auf die Krise in der Türkei und befürchten, dass auch in anderen Ländern die Risiken für Anlagen steigen. Das hat Auswirkungen auf Engagements in den Emerging Markets.

Die Aktien, Anleihen und Währungen der Emerging Markets (EM) sind akut durch eine Ansteckung von der türkischen Krise gefährdet. Zwar haben die meisten EM-Staaten ihre Außenwirtschaften in den vergangenen Jahren in stabilere Bahnen gelenkt. Das zeigt die aggregierte Leistungsbilanz aller EM, die Überschüsse ausweist. Aber trotzdem sind durch die hohen und zumeist auf Fremdwährungen laufenden Auslandsschulden beachtliche Belastungen vorhanden. Diese vorhandenen Schulden müssen bedient und bei Fälligkeiten mithilfe ausländischer Investoren refinanziert werden.

Die Anleger reagieren vor allem auf die Krisen der prominenten Schuldner. Wer sich derzeit unter Verlust aus der Türkei zurückzieht, dürfte auch seine Engagements bei anderen, zunehmend wackligen Schuldnern wie Argentinien, Brasilien, Russland, Südafrika oder noch exotischeren Adressen überdenken. So treibt eine initiale Krise die Risikowahrnehmung und damit auch die Risikoprämien. Das dürfte im weiteren Zeitverlauf sukzessiv weitere Länder in Schwierigkeiten bringen, wenn sich die Lage in der Türkei nicht bald grundlegend ändert. Dies gilt umso mehr, als die zunächst hohen Erwartungen an die EM derzeit allenthalben nach unten revidiert werden.

Fazit: Die EM-Anteile im Portfolio sollten soweit zurück gefahren werden, dass die möglichen Verluste auch im schlimmsten Fall tragbar bleiben.

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