Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1268
Unsicherheit im Entscheidungsgremium. Druck des Präsidenten

Die Handlungsfähigkeit der Fed erodiert

Die Fed wird durchs Weiße Haus unter Druck gesetzt. Copyright: Picture Alliance
Die Fed lässt sich vom Druck, den der Präsident macht, beeindrucken. Die Linie der Geldpolitik wird immer undeutlicher. Das hat Auswirkungen auf die Märkte und das langfristige Vertrauen in den US-Dollar.

Die Fed steckt zwischen Hammer und Amboss. Amboss ist die öffentliche Meinung. Hammer ist Präsident Donald Trump. Der politische Dauerdruck, den er entfacht, untergräbt die Autonomie der Notenbank. Ihre Handlungsfähigkeit erodiert langsam.

Das aktuelle FOMC-Protokoll liefert dafür Hinweise. Es laufen mehrere Frontlinien durch das FOMC: Es gab sowohl Stimmen für unveränderte Leitzinsen als auch für einen größeren Schritt um 50 Basispunkte (Bp). Der 25-Bp-Schritt bekam die Mehrheit. Hintergrund sind offenbar unterschiedliche Gewichtungen bei dem Versuch, einen Mittelweg zwischen dem aus ökonomischer Sicht gebotenen Kurs und der richtigen Taktik gegenüber den Pressionen aus dem Weißen Haus zu finden.

Die Schwäche zeigt sich im schwammigen Kurs

Am deutlichsten wird diese Unsicherheit im schwammigen Ausblick auf den weiteren Kurs der Geldpolitik. Fed-Chef Jerome Powell betont, dass die aktuelle Zinssenkung nicht als Einstieg in einen neuen Zyklus zu sehen ist. Sie sei nur präventiv gegen erkennbare Risiken (Handelskrieg) gerichtet. Gleichzeitig stellt er klar, dass die weiteren Entscheidungen von den laufenden Daten abhängig seien. Vulgo: Alles ist möglich.

Damit geht die Lenkung der Erwartungen verloren. Und die damit geschaffene Stabilität der Finanzmärkte ebenfalls. Das ist umso problematischer, als die aktuellen Daten die Zinssenkung nicht unbedingt ökonomisch notwendig erscheinen lassen. Das Wachstum wird zwar von der Handelspolitik gebremst. Es ist aber immer noch klar positiv.

Fazit: Präsident Trump redet den Dollar schwach. Die Folgen werden sich längerfristig im schwindenden Vertrauen in den Dollar niederschlagen.

Empfehlung: Aus dem Euro heraus bleibt der Dollar ein interessante Anlagewährung, etwa in Dollaranleihen stabiler Emerging Markets wie die letzte Woche vorgestellte Dollar-Anleihe Brasiliens mit Fälligkeit Januar 2020 (US 105 756 AK6 6), die bei 5 Monaten Restlaufzeit aktuell 2,8% Rendite bietet.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • In Kooperation mit der Finanzoo GmbH

Anglogold aufstocken

Übereinandergestapelte Goldbarren. © Filograph / Getty Images / iStock
Die Lage an den Börsen wird heikel. Zwar steigen die Zinsen und das ist schlecht für Edelmetalle. Aber für uns gehören sie nach wie vor zur Absicherung dazu. Und wenn die Zinsen ihren Höhepunkt erreichen, wird auch Gold wieder aufdrehen. Also suchen wir im Finanzoo-Universum nach guten Gold-Aktien.
  • Fuchs plus
  • Neuseeland-Dollar sackt ab

Kiwi-Notenbank unter Druck von zwei Seiten

Eingangstür Reserve Bank of New Zealand. © Copyright 2022 Reserve Bank of New Zealand
Inflation und Wirtschaft nehmen derzeit den Neuseeland-Dollar in die Zange. Denn die neuseeländische Notenbank kann sich nur auf eine Seite konzentrieren. Daraus ergeben sich Handlungsoptionen für Anleger.
  • Juristische Hindernisse stehen nach Zeitungsbericht im Weg

M.M. Warburg: Cum-Ex-Mitarbeiter bleiben vorerst an Bord

Seit vielen Monaten ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg mit der juristischen Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals belastet. Die Geister, die sie rief, wird sie nun nicht los.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Tschechiens Notenbank auf Hold

Inflation sendet erste Entspannungssignale

Tschechische Krone. (c) cnb.cz
Während die deutsche Inflationsrate weiter steigt, scheint sich in Tschechien langsam die Trendwende einzustellen. Die Notenbank sieht sich daher in der Lage, ihre Zinserhöhungen zu pausieren. Daraus ergeben sich Chancen für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Gold oder Bitcoin als Krisenwährung nutzen?

Krisenschutz funktioniert

Bitcoin auf Tastatur. © pinglabel / Getty Images / iStock
Als Absicherungsinstrument enttäuschen Gold und Bitcoin derzeit viele Anleger. Die Kurse des Edelmetalls und der Kryptowährung stehen unter Druck. Eignet sich Bitcoin also doch nicht als GAU-Schutz?
  • Fuchs plus
  • Bank of England will zaubern

Pfund verliert international an Bedeutung

United Kingdom. © 110544884 / NurPhoto / picture alliance
Das Pfund ist derb unter die Räder gekommen. Jetzt versucht die Bank of England - wie die EZB - die Quadratur des Kreises. Sie will die Zinsen anheben und zugleich die Renditen mit Anleihekäufen ausbremsen. Das Manöver kann nicht gelingen...
Zum Seitenanfang