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Lektion aus der Finanzkrise gelernt

Investitionen in Emerging Markets abgesichert

Ein wichtiger Brandbeschleuniger der Krise 2008/9 war der Zusammenbruch der Handelsfinanzierung. Ähnliches deutete sich in diesem Frühjahr an. Aber diesmal scheinen die internationalen Organisationen schnell und effektiv zu handeln.

Eine drohende Liquiditätsklemme im Handel im Zuge der Corona-Lockdowns scheint erst einmal abgewendet. Das plötzliche Versiegen des Handelsfinanzierungen war einer der zerstörerischsten Effekte in der Krise 2008/9.  Viele in diesem Geschäft engagierte Banken waren aufgrund der durch die Krise problematischen Risikoposition nicht mehr willens oder in der Lage, die benötigten kurzfristigen Kredite und – fast noch wichtigeren – Garantien bereitzustellen.

Das hatte verheerende Effekte. So mussten etwa europäische Autobauer ihre Bänder stoppen, weil die asiatischen Zulieferer ihre bereits fertig gestellte Ware nicht mehr verschiffen konnten. Im Zuge der Corona-Pandemie drohte eine Neuauflage dieser Klemme. Die Londoner EBRD sah sich auf Grund der stark gestiegenen Nachfrage dazu genötigt, das für die Handelsfinanzierung im laufenden Jahr budgetierte Volumen von 2 Mrd. Euro auf 3 Mrd. Euro zu erhöhen.

Gewaltige Nachfrage bei Entwicklungsbanken

Die Stärkung der Handelsfinanzierung wurde laut EBRD-Mitteilung zum Kernbestandteil des Programms zur Bewältigung der Corona-Krise. Die starke Nachfrage hatte dazu geführt, dass die EBRD bereits zur Jahresmitte über 1.000 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Mrd. Euro in den Büchern hatte.

Ähnliche Erfahrungen machten auch andere international tätige Entwicklungsbanken. Darunter die Inter-American Development Bank (IADB), bei der die Nachfrage nach Handelsfinanzierungen um 245% gesprungen war oder die Asian Development Bank (ADB), die allein von April bis Juni 1700 reine Handelstransaktionen im Volumen von 1,2 Mrd Dollar finanzierte.

13 Mrd. Dollar für den Handel

Diese Erfahrungen mündeten in eine von der WTO angestoßenen Initiative zugunsten der Emerging Markets. Daran beteiligten sich die Weltbank-Tochter International Finance Corporation (IFC), die EBRD, die ADB, African Development Bank (AfDB), die Islamic Development Bank (IsDB) und die IADB.

Sie alle hatten zwei Ziele:

  1. Die Beschaffung des zur Bewältgung der Corona-Pandemie notwendigen medizinischen Materials sicherzustellen. Und
  2. die Handelsfinanzierung absichern, um den betroffenen Ländern die ansonsten bedrohten Exportlöse zu sichern. Dazu erweitern sie ihre Programme zur Handelsfinanzierung zusammen genommen um rund 13 Mrd. Dollar.

Fazit: Die Aktion sichert die Emerging Markets an einem wichtigen Punkt ab. Wir werten das als Unterstützung für unsere Empfehlung zur Anlage in Papieren der Emerging Markets.

Empfehlung: Interessant sind zwei Anleihe-Fonds; der „solidere“ auf Investmentgrade fokussierte JPMorgan Funds-Emerging Markets Investment Grade Bond Fund (LU0562246701) sowie der spekulativere Wellington Opportunistic Emerging Markets Debt Fund (IE00B3DJ4243).

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