Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1422
Yen

Konjunkturprogramm auf Kredit

Der Yen stand nach der Mehrwertsteuererhöhung in Nippon unter Druck. Nun steuert die Regierung wieder mit einem kreditfinanzierten milliardenschweren Konjunkturprogramm gegen. Das wird sich auf den Yen auswirken.

Die Regierung in Tokio hat ein neues Konjunkturprogramm aufgelegt. Mit dem sollen umgerechnet etwas mehr als 100 Mrd. Euro durch zusätzliche Staatsnachfrage in den Wirtschaftskreislauf gedrückt werden.

Zweck der Übung: Die Bremseffekte der Erhöhung der Mehrwertsteuer sollen kompensiert werden, weil offenbar ohne Gegensteuern eine solide Rezession droht. Die als Konsolidierungsschritt von Beginn an von Regierungschef Abe mit den berühmten drei Pfeilen eingeplante Steuererhöhung muss durch neue Schulden kompensiert werden.

Fortschritt sieht anders aus. Aber die exorbitante Staatsverschuldung Japans hat weiterhin kaum Einfluss auf die Bewertung des Yen, weil es sich nach wie vor fast ausschließlich um inländische Verbindlichkeiten handelt. Zudem sind die Staatsschulden in Höhe von rund 270% vom BIP durch ein komplexes Geflecht aus Kreditbeziehungen zwischen staatlichen Agenturen soweit gestreut und gestückelt, dass deren Wirkung auf die Finanzmärkte minimiert wird.

Gefährlich wird es erst, wenn Japan - etwa durch die Demografie bedingt - dauerhaft hohe Defizite der Leistungsbilanz finanzieren und dann ausländische Investoren überzeugen muss. Dann werden die Renditen wohl steigen.

Fazit

Der Aufwertungstrend des Yen ist trotz der Korrektur der vorigen Wochen ungebrochen. Wir halten die Spekulation auf einen steigenden Yen nach wie vor für die plausibelste Strategie, umzusetzen z. B. mittels Optionsscheinen oder ETF, die auf die Yen-Entwicklung abstellen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Serie: Best Practice in Unternehmen (13)

Firmengelände nachhaltig aufwerten

Symbolbild Nachhaltigkeit im Unternehmen © BillionPhotos.com / stock.adobe.com
Viele Unternehmen haben große Außenanlagen, die sie nachhaltig aufwerten könnten. Das kann den Wert der Flächen erhöhen, aber noch viel weitreichendere positive Folgen haben. Ein preisgekröntes Praxisbeispiel zeigt, wie Unternehmen das erreichen können.
  • Fuchs plus
  • Rohstoff-Riese Rio Tinto profitiert von der Energiewende

Aktie von Rio Tinto mit Kupfer-Turbo

RT-Pilbara-hat © Rio Tinto 2022. All Rights Reserved.
Rio Tinto ist ein Rohstoff-Riese, den Anleger im Depot haben sollten. Das Unternehmen ist breit aufgestellt, fokussiert derzeit aber stark auf Kupfer. Das Metall hat eine besondere Bedeutung aufgrund der Energiewende. Dem Unternehmen könnte das erhebliche Skalen-Effekte bringen und die Aktie antreiben.
  • Fuchs plus
  • BHP Group baut Geschäft zu Batteriemetallen hin um

Aktie der BHP Group ist preiswert

BHP baut sein Geschäft konsequent um. Im Fokus stehen vor allem Batteriemetalle, von denen sich das Unternehmen künftig noch bessere Geschäfte erhofft. Die Aktie klettert auch während des Geschäftsumbaus weiter nach oben und notiert fast auf Allzeithoch. Fundamental betrachtet sieht das Bild jedoch anders aus.
Zum Seitenanfang