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Russland und Türkei bremsen die Region aus

Osteuropa hat noch Power

Die Entwicklungsbank für Osteuropa EBRD malt ein Bild mit hellen und dunklen Farben für die Regionen von Zentralasien bis Marokko. Darin ist vor allem Mittelosteuropa ein heller Fleck. Wir sagen, warum das so ist, und wie sich das für Währungsengagements nutzen lässt.

Vor allem Staaten am Ostrand der EU schlagen sich im derzeitigen globalen Abschwung auffällig gut. Das zeigt der neue regionale Ausblick der Londoner Entwicklungsbank EBRD. Für das gesamte EBRD-Arbeitsfeld von Russland bis Marokko ergibt sich zwar ein vergleichsweise bescheidener Ausblick mit 2,4% und 2,9% Wachstum für 2019/20. Allerdings sind die Zahlen durch die Schwäche Russlands und die türkische Krise (-0,2% für das Gesamtjahr 2019) belastet.

Zwar macht sich die Abschwächung der EU-Kernstaaten in Osteuropa insgesamt bemerkbar. Das Wachstum der Emerging Markets soll allerdings schon bald wieder anziehen. Hintergrund: Entgegen dem bisher zugrunde gelegten Szenario lockern die großen Notenbanken wieder ihre Politik statt – wie noch zu Jahresanfang unterstellt – die Zinsen zu erhöhen und damit die Finanzierungsspielräume auch für die Emerging Markets zu verengen und zu verteuern.

Echtes Wachstum im Gegensatz zu Deutschland

Die EU-Mitglieder in Mittelosteuropa und im Baltikum sollen ein beachtliches Plus von 3,7% und 3,2% in diesem und dem nächsten Jahr aufweisen. Sie können den Abschwung in den Kernstaaten der EU durch stärkere Binnennachfrage abfedern. Das Wachstum der Einkommen treibt den Konsum an. Daneben bringen die Investitionen ordentlich Schub. Hier wirkt die Unterstützung aus dem Struktur- und Kohäsionsfonds der EU.

Der Ausblick für die früheren Sowjetrepubliken Zentralasiens wirkt auf uns erstaunlich positiv und optimistisch. 4,9% und 4,7% sind hier vorhergesagt. Diese Staaten „leben" von Energierohstoffen und sind eng mit der dümpelnden russischen Wirtschaft verwoben. Ihnen soll es laut EBRD gelingen, Bremseffekte durch eine expansive Geldpolitik zu kompensieren.

Fazit: Wir setzen auf Anlagen in der tschechische Krone. Sie dürfte von der straffen Geldpolitik der Notenbank profitieren. Interessant ist die noch 10 Monate laufende Staatsanleihe (CZ 000 100 131 7) mit einer Rendite von 1,8%.

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