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Schwedens Notenbank ist pleite

Schwedische Krone auf holprigen Pfaden

Schwedische Reichsbank. © picture alliance / Alexander Farnsworth | Alexander Farnsworth
Trotz einer Inflationsrate über 6% beschließt die schwedische Riksbank keine erneute Zinserhöhung. Auch sonst spielt sich Kurioses bei den schwedischen Geldhütern ab. Was das für die Krone bedeutet, analysiert FUCHS-Devisen.

Die Aufwertung der Schwedischen Krone wird durch die jüngste Zinsentscheidung der Riksbank gedämpft. Die nordischen Geldhüter beschlossen gestern (23.11.) die Zinsen bei 4,00% beizubehalten. Die Märkte hatten auf eine Erhöhung gehofft. Denn noch immer liegt Schwedens Inflationsrate bei 6,5% und ist damit alles andere als unter Kontrolle.

Die Zinspause unterbricht nun den seit drei Wochen bestehenden Aufwertungstrend der Krone gegenüber dem Euro. Tendierte EUR|SEK vor drei Wochen noch um 11,80, sind es inzwischen wieder 11,45. Trotz des gegenwärtigen Dämpfers sind die weiteren Aussichten für die Krone aber gut. Die Riksbank erwartet einen weiteren Zinsschritt im Frühjahr 2024. Das dürfte der Krone nochmals Aufwind verleihen.

Die Riksbank ist pleite

Neben der Zinsentscheidung ereignete sich bei der Riksbank noch eine Kuriosität. Schwedens Notenbank ist die erste Notenbank, die de facto pleite ist. Infolge gesunkener Anleihekurse weist die schwedische Notenbank ein negatives Eigenkapital von -18 Mrd. SEK. Zwar könnte die Riksbank frisches Geld drucken - das würde aber die restriktive Geldpolitik konterkarieren.

Die Zahlen stammen aus einem vorläufigen Bericht. Der abschließende Bericht wird im Frühjahr 2024 fertiggestellt und dann dem Parlament ein Antrag auf Kapitalzuführung vorgelegt. Die Geldpolitik kann vorerst unverändert fortgeführt werden. Das betont Gouverneur Erik Thedéen. Aber um das Vertrauen in eine unabhängige Geldpolitik zu wahren, sei ausreichend Eigenkapital notwendig. Der Spielraum für Deviseninterventionen von Seiten der Riksbank dürfte damit eingeengt sein.

Fazit: Es ist konsequent, dass die Riksbank nicht Geld druckt, um Eigenkapital aufzubauen. Die Aufwertungsperspektive für die Krone ist weiterhin intakt. Anleger sollten sich bei EUR|SEK jedoch auf größere Schwankungen einstellen.
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