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Neue Wendung beim Brexit?

Vorsichtige britische Währungshüter

Der britische Regierungschef Boris Johnson ist für seine sprunghafte Politik bekannt. Das gilt auch und insbesondere für das Schicksalsthema Brexit und Abkommen mit der EU. Unter dem Eindruck der jüngsten Botschaft der Notenbank, scheint er seine Haltung erneut zu ändern.

Das Thema Brexit stand bei den britischen Währungshütern bisher eher im Hintergrund. Die aktuelle Lage vor allem auf dem Arbeitsmarkt ist auch schon so besorgniserregend. Trotz der noch bis Oktober laufenden britischen Variante des Kurzarbeitergeldes, ist die Arbeitslosigkeit sprunghaft gestiegen. Im April und Mai zusammen genommen sind fast 1,6 Mio. Arbeitslose mit Unterstützungsanspruch hinzu gekommen. Die daraus hochgerechnete Arbeitslosenquote stieg von 5,8% auf 7,8%.

Und es ist Schlimmeres zu befürchten. Das Protokoll der letzten Sitzung der Währungshüter spricht ausdrücklich davon, dass längst nicht alle aktuellen Kurzarbeiter in ihren angestammten Job zurückkehren werden. Die Bank of England hat ihr Ankaufprogramm daher nochmals um 100 Mrd. Pfund auf nun 745 Mrd. Pfund erweitert.

Regierungschef ohne Linie

Unterdessen scheint sogar bei Regierungschef Johnson der Optimismus in Sachen Brexit zu verflüchtigen. Im Juni 2019 tönte er noch, dass Risiko eines „no-deal“ liege bei „Eins zu einer Million“. Plötzlich sieht er doch noch „gute Chancen“ für ein Abkommen und versucht klammheimlich, die im Austrittsabkommen festgeschriebene Lösung für das Problem „Nordirland“ zu unterlaufen. Die Voraussetzungen für ein funktionierendes Abkommen mit der EU haben sich verschlechtert. 

Fazit: Das Pfund ist überbewertet. Es wird weiter nachgeben.

Empfehlung: Pfund verkaufen – auch mit Hilfe von Derivaten (der gehebelte JPY|GBP-Put der DG Bank (DE000DG4JJ69).

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