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IWF soll helfen

Geldpolitik: Argentinien sucht Unterstützung

Argentinien spricht wieder mit dem IWF. Das soll die Reformpolitik von Präsident Maurico Macri stützen.
Nach zehn Jahren Nichtverhältnis zum IWF sucht Argentinien wieder den Schulterschluss. Das ist kein gutes Zeichen. Das Land braucht Geld. Die Entlastung aus dem Schuldenschnitt von 2002 ist aufgebraucht. Doch frisches Geld ist auf den internationalen Kapitalmärkten kaum zu bekommen. Argentinien macht sich nach den Statistikfälschungen der Regierung Kirchner ehrlich. Aber das hat Konsequenzen: Es führt in diesem Jahr zu einem Rückgang des BIP von 560 Mrd. Dollar auf 438 Mrd. Dollar. Der Schuldenstand liegt in diesem Jahr laut Statistischem Bundesamt damit bei 60,7% des BIP. Vor fünf Jahren hatte das Land erst 35,87% ausgewiesen. Da wird jeder Gläubiger zurückhaltend. Der IWF soll helfen, Vertrauen bei den Anlegern zu wecken. Nur dann kann Präsident Mauricio Macri überhaupt den geplanten Reformkurs halten. Die Hinzuziehung des Fonds ist in Buenos Aires allerdings umstritten. Auch das ist für das Vertrauen der Investoren nicht förderlich. Allein an (bereits umgeschuldeten) Euro-Anleihen kursieren 285,9 Mrd. Euro. Davon werden in den nächsten fünf Jahren aber nur 25,2 Mrd. Euro fällig. Daher halten wir eine erneute Pleite Argentiniens in diesem Zeitraum für eher unwahrscheinlich. Danach aber muss das Land vom Rio de La Plata die Kurve bekommen haben.

Fazit: Anlagen in Argentinien sind eine Wette auf die Stabilität der Regierung. Auf Sicht von zwei Jahren kann man sie wagen. In Deutschland gehandelte Euro-Anleihen mit Laufzeiten von zweieinhalb Jahren rentieren um die 4% p.a.

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