Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
1560
Zins- und Währungsprognosen

Heftige Anpassungen

Die Projektionen für den Dollar wurden stark herabgesetzt.
In den aktuellen Daten sind einige starke Anpassungen zu erkennen, namentlich bei der Deutschen Bank. Deren Projektionen für den Dollar wurden stark herabgesetzt. Das Research der DB sah den Euro noch im letzten Monat auf längere Sicht unter der Parität (0,99 Dollar je Euro). Jetzt werden 1,19 erwartet. Noch bemerkenswerter als diese starke Revision der Kursprognosen ist, dass diese Veränderung ohne besonders dramatische Änderungen des Zinsszenarios bei DB-Research daherkommt. Diese Anpassung hängt also ein wenig in der Luft. Allerdings steht im Hintergrund eine Analyse, die den den überraschend starken Wachstumstrend in Deutschland und in der Eurozone thematisiert und speziell für Deutschland sogar Überhitzungsgefahren diagnostiziert. Weniger deutlich, aber in die gleiche Richtung, ging es bei der UBS. Die sieht den Dollar auf längere Sicht jetzt bei 1,17 statt bisher schon bei 1,13. Der jüngste Auftrieb des Euro wird zunächst in einem kurzfristigen Rahmen als Ergebnis der mit beruhigenden Wahlergebnissen gedämpften politischen Risiken gesehen, die die fundamentalen Stärken überdeckt hatten. Hintergrund ist eine Orientierung an langfristig fairen Werten, die sich aus Kaufkraftparitäten, Leistungsbilanz-Relationen und den Schätzungen für die realen effektiven Kurse herleiten lassen. Diese Ansätze deuten eben sehr klar auf eine bestehende Unterbewertung des Euro, die sich mit dem Abflauen der politischen Risiken an an den Märkten stärker bemerkbar macht. Der Fokus der Commerzbank lag zuletzt eher bei der US-Notenbank. Die CoBa attestiert Janet Yellen und ihren Mitstreitern im FOMC mangelnde Glaubwürdigkeit. Die HSH-Nordbank dürfte sich ihrer seit langem erkennbaren bullishen Einstellung zum Euro bestätigt sehen. Allerdings ist der Kurs zumindest kurzfristig (wie bei der UBS auch) über das Ziel hinausgeschossen.

Fazit: Zumindest auf dem Ostufer des Atlantiks dürften die politischen Risiken für das erste an Gewicht verlieren. Jenseits des Großen Teichs dürften sie dagegen zunehmend Beachtung finden angesichts der Schwierigkeiten der Trump-Administration, auf Ankündigungen und damit geweckte Erwartungen nun auch mit praktischer Politik zu antworten.

Die Meinung der Anderen

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • FUCHS-Devisenprognose für das 4. Quartal 2020 (29.10.)

Dollar dreht kurz nach oben

Der Dollar dreht kurz nach oben. Copyright: Pexels
Der US-Dollar wird nach der US-Präsidentenwahl frische Aufwärtsimpulse bekommen. Das wird aber nur eine kleine Zwischenrally sein. Die FUCHS-Prognose für die Zeit danach lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Ran an die Bullions

Silber-Nachfrage zieht an

Der kleine Bruder des Goldes ist gefragt. Vor allem Privatanleger greifen aktuell zu Silber und bunkern das Edelmetall. Die Institutionellen sind noch etwas zurückhaltend. Dennoch steigt die Nachfrage insgesamt an.
  • Fuchs plus
  • Sinkflug beendet

Maispreis muss technische Hürden nehmen

Der Preis ist heiß bei Mais. Copyright: Pixabay
Der Preis für das Popcorn-Grundelement war lange Zeit in einem Sinkflug. Doch jetzt haben Aufwinde den Maipreis erfasst. In Kürze stößt er erst mal an die Wolkendecke.
Neueste Artikel
  • Berenberg im Fokus Private Banking

Beratung in allerletzter Sekunde

Berenberg im Fokus Private Banking. Copyright: Pixabay
Bei der altehrwürdigen Berenberg Bank erlebt unser Testkunde eine Beratung in allerletzter Sekunde. Corona-bedingt sollte die Beratung eigentlich abgesagt werden. Doch bei Berenberg findet man dennoch einen Weg, das Gespräch stattfinden zu lassen. Was unser Kunde dabei erlebte? Das erfahren Sie im neusten Video von Fokus Private Banking!
  • Fuchs plus
  • Angebot und Nachfrage entwickeln sich unerwartet

Platin vor dem Dreh

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Hin und wieder ist es Platin. Doch dessen Preis ist zuletzt ordentlich gefallen. FUCHS sieht jedoch einen Dreh bevorstehen.
  • Fuchs plus
  • Der Spaltpilz im Rat frisst sich immer tiefer

Die EZB will nachlegen

Der EZB-rat ist gespalten. Copyright: Pixabay
Manche Geldpolitiker scheinen gar nicht genug von Krise bekommen zu können. Denn jedesmal ist ein neuer Grund da, den Geldhahn länger bis zum Anschlag offen zu lassen. Und einseitig Geldpolitik zu betreiben. Das wird Falken und Tauben weiter auseinandertreiben.
Zum Seitenanfang