Die Spirale dreht sich
Von Deflation keine Spur. Stattdessen feiert die Inflation ihr Comeback.
Die Inflation kehrt zurück. Wie von uns vorausgesagt steht keineswegs das Gespenst der Deflation vor der Tür, wie die Europäische Zentralbank meint. Sondern die Preise ziehen an, zu allererst in Deutschland. Das belegen die Einfuhrpreise. Gegenüber dem März des Vorjahres liegen sie jetzt um 1,4% niedriger, im Februar waren es 3%, im Januar 4,4%. Allein von Februar auf März kletterten die Importpreise um satte 1%. Ohne Energie legten die Einfuhrpreise im Jahresvergleich um 3% zu. Energie war im März 25,4% preiswerter als vor einem Jahr. Gegenüber Februar 2015 verteuerten sich aber die Energieimporte um 1,7%. Die Inflationsbeschleunigung zeigt sich auch bei den Ausfuhrpreisen. Sie legten um 1,4% zu, weil der schwache Euro bei den Abnehmern außerhalb des Euroraums deutsche Waren verbilligt. Im Euroraum exportiert Deutschland bereits Inflation.
Fazit: Die Importpreise signalisieren steigende Inflation, weil der Verbilligungseffekt der Energiepreise ausläuft. Das wird sich auf das inländische Preisniveau insgesamt auswirken, zumal der Mindestlohn verteuernd wirkt. Höhere Lohnforderungen sind spätestens 2016 die Folge.