Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
5367
Löhne als Verstärker für den Abschwung

Lohnquote steigt, Gewinne geben nach

Die Löhne steigen satt. In diesem Jahr erwartet die Bundesregierung ein Plus von stolzen 4,8% bei den Nettolöhnen. Für Unternehmer und Anleger bedeutet das wenig Gutes.

Die Lohnquote in Deutschland wird in den nächsten Jahren wieder steigen. Die Kennzahl benennt den Arbeitnehmeranteil am Volkseinkommen. Grund für den Anstieg wird das geringere Wachstum sein. Denn es gilt die Aussage: Steigt das BIP-Wachstum, sinkt die Lohnquote. Und umgekehrt: Schwächt sich das Wachstum ab, nimmt die Lohnquote zu. Darauf weist die Deutsche Industriebank (IKB) hin. Diese Beziehung ist seit der Finanzkrise sogar noch deutlicher ausgeprägt als von 1992 bis 2007.
Die Lohnquote dürfte 2019 um mehr als einen halben Prozentpunkt auf über 69,5% ansteigen. Darauf deuten Schätzungen hin. Bei einem Wachstumsrückgang unter 1,3% wird die Quote voraussichtlich noch höher ausfallen.

"Zu später" Lohnanstieg

Ursache: Beschleunigt sich die Wirtschaftsdynamik, erlaubt dies erhöhte Produktivitätssteigerungen. Das bewirkt einen deutlicheren Anstieg des nominalen BIP relativ zum Arbeitnehmereinkommen. Die Löhne steigen erst in der reifen Phase des Booms, also „zu spät". Und verstärken damit regelmäßig den Abschwung.

Das bedeutet für den Gewinnausblick der Unternehmen nichts Gutes. Der negative Einfluss der erwarteten Konjunktureintrübung wird sich vielmehr durch eine steigende Lohnquote verstärken. Nicht nur das Umsatzwachstum der Unternehmen dürfte laut IKB schwach ausfallen; der Margendruck dürfte sich zudem erhöhen. Nur der Einfluss von erneut sinkenden Rohstoffpreisen könnte entlasten. Die IKB geht derzeit von einem Rückgang der DAX-Gewinne um rund 2,5% in 2019 aus.

Fazit:

Unternehmer wie Aktionäre sollten sich auf diese Aussicht rechtzeitig einstellen. Rückläufige Gewinne bedeuten regelmäßig rückläufige Börsenkurse.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 11: Rendite, Risiko und Marktdynamik

Stabile Woche, klare Signale: Wer schlägt das Benchmarkdepot?

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die Kalenderwoche 11 verläuft im Performance‑Projekt 5 (vermögensverwaltende Fonds) ruhig, aber richtungsweisend: Das Benchmarkdepot steigert sein Vermögen leicht und reduziert gleichzeitig den maximalen Drawdown. Mehrere Vermögensverwalter erzielen deutliche Zugewinne und übertreffen den Referenzwert klar, während andere Institute spürbar zurückfallen. Eine Woche der Stabilität mit klaren Gewinnern und Verlierern.
  • Fuchs plus
  • EU-Indonesien-Handelsabkommen: Chancen für Wirtschaftswachstum und Investitionen

Indonesische Rupie - Aufwind in Südostasien

Mit nahezu 290 Mio. Einwohner ist das Südasiatische Land mit einem BIP von 1,4 Billionen USD kein Leichtgewicht. Mit seinen Rohstoffen und gut ausgebildeten relativ jungen Menschen punktet der Staat. Für den Export winken am Horizont weitere Impulse durch ein Handelsabkommen mit der EU und sorgen für Fantasie in Konjunktur und Währung.
  • Fuchs plus
  • Deutsche Börse Group: Ausbau der Krypto-Infrastruktur als regulierte Plattform für Bitcoin und Ethereum

Europas neues Krypto-Rückgrat

envato elements
Die Deutsche Börse baut ihre Krypto-Infrastruktur systematisch aus – von der Verwahrung über den Handel bis hin zu neuen Produkten. Was steckt dahinter, und was bedeutet das für Privatanleger?
Zum Seitenanfang