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Banken können Kreditportfolios aufräumen

Kredite einfach verbriefen

Banken bekommen eine neue Möglichkeit, ihre Kreditportfolios zu optimieren. Ein Berliner Fintech hilft dabei, einzelne Kredite zu verbriefen und als Anlageprodukt für Investoren zugänglich zu machen.

Ein Berliner Fintech bietet Banken und Asset Managern eine interessante Möglichkeit, ihr Kreditportfolio zu verbriefen. Acatus stößt mit seinem Ansatz in eine Nische des Verbriefungsgeschäfts. Das ist nach der Finanzkrise von 2008/09 in Verruf geraten, weil viele unterschiedliche Kredite zu undurchsichtigen Paketen vermischt und verpackt wurden. Acatus geht hier einen neuen, sehr direkten Weg.

Das Fintech hat eine Möglichkeit für Einzelverbriefungen geschaffen. Das bedeutet: Aus einem Kredit wird ein Wertpapier. Zwischen Kredit und Verbriefung besteht also ein direkter Zusammenhang. Das Angebot ist für Banken und Asset Manager interessant. Sie haben die Möglichkeit, Finanzierungen aus ihren Büchern heraus zu verbriefen und als Anlageinstrument am Kapitalmarkt zu platzieren. Das wiederum bietet professionellen Investoren Anlagechancen. 

Einfacher digitaler Vermittlungsprozess

Der Prozess ist klar strukturiert. Wer Kredite verbriefen will, durchläuft bei Acatus einen einmaligen Onboarding-Prozess. Darin werden wesentliche Eckdaten geklärt und das Unternehmen an die Schnittstellen von Acatus angebunden. Danach ist eine Bank in der Lage, den gesamten Verbriefungsprozess digital abzuwickeln. So kann das Haus zu verbriefende Kredite auswählen und die Eckdaten der konkreten Verbriefung definieren (z. B. Laufzeit, Zins, Stückelung). Die Möglichkeiten zur Verbriefung sind groß. Sie reichen von Immobilienfinanzierungen, über Unternehmenskredite bis hin zu Flugzeug- oder Schiffsfinanzierungen.

Acatus fungiert lediglich als Vermittler und bietet die Kredittranchen danach Investoren an. Das Unternehmen geht also nicht selbst ins Risiko, sondern bringt die verbriefende Bank und den Investor (z. B. Family Offices) auf der eigenen Plattform schnell zusammen. Dafür erhält das Haus eine Transaktionsgebühr von der verbriefenden Bank. Interessieren sich nicht genügend Investoren für eine spezielle Verbriefung, kann die Bank entscheiden, ob sie nur einen Teil des Kredits abgibt oder ob die Verbriefung nicht zustande kommt. 

Fazit: Für Banken bietet Acatus eine interessante Möglichkeit, das eigene Kreditbuch zu entlasten und neu zu strukturieren. Der Verkauf einzelner Kredite kann neu Spielräume verschaffen.
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