Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1316
Devisen- und Zinsmärkte

Währungsprognosen: Neuer Fokus, alte Zahlen

Auf den Devisen- und Zinsmärkten ändern die Auguren ihren Fokus weg von den Industrie-, hin zu den Schwellenländern. Entscheidende Prozesse laufen derzeit im Hintergrund.
Ein Blick über das Prognose-Tableau zeigt Anfang Juni nur wenige Änderungen. Die Wahlen in Europa haben den Status quo der Eurozone und der EU bestätigt. Das befürchtete Beben durch weitere Mehrheiten und Mandate oder Ämter für die Euroskeptiker ist ausgeblieben. Die derzeit wohl spannendste Frage lautet: Wie bekommen die Notenbanken die im Zuge der quantitativen Lockerung angesammelten Bestände an Anleihen aus ihren Büchern, ohne damit neue Erschütterungen auszulösen? Die US-Währungshüter halten das Thema für so heikel, dass sie es bislang nur hinter verschlossenen Türen debattieren. In der Eurozone und mehr noch in Japan bleibt die quantitative Politik in Kraft und sorgt so für Knappheit an Anleihen und reichlich Liquidität. Schon von daher scheint es sicher, dass die Zinsen nicht allzu schnell steigen können, da die Geldpolitik noch auf längere Sicht für sehr niedrige Anleiherenditen sorgen wird, wie etwa die UBS herausstellt. Es ist noch ein weiter Weg bis zur Normalisierung der Geldpolitik. Daher finden die Auguren in den volkswirtschaftlichen Abteilungen der Banken wenig Grund an den Prognosen etwas zu ändern. Da finden die aktuellen Vorgänge in den Emerging Markets mehr Beachtung: Südafrika und Brasilien stehen im Fokus. Ernsthafte Zahlungsprobleme oder gar Zahlungsausfälle dieser beiden Schwergewichte würden für einen rapiden Klimawandel auf den Märkten sorgen. Zudem bleibt ein gewisses Rätselraten über den weiteren Kurs der Politik in China infolge des bald anstehenden Regierungswechsels sowie der daraus folgende Wachstumstrend.

Fazit: Die drei großen Währungsräume folgen derzeit einen unspektakulären Wachstumstrend. Die Hotspots liegen in den Emerging Markets.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Fuchs plus
  • Moskau fragt in Stockholm nach Ermittlungsergebnissen

Schweden schweigt zu Anschlag auf Nord Stream

(c) picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner
Was geschah bei der Sprengung von Nord Stream 2 und wer ist dafür verantwortlich? Diese Frage beschäftigt noch immer viele Menschen und auch den russischen Generalstaatsanwalt. Der hatte jetzt erneut eine Anfrage an die schwedischen Ermittlungsbehörden gestellt. Doch die ignorieren die Anfrage wiederholt. Eine Antwort an Moskau würde Schweden massiv gefährden.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • EZB kapituliert vor Inflation

Unternehmen sollten Zwischentief bei den Zinsen nutzen

© RK MEDIA / stock.adobe.com
Am Donnerstag wird die EZB die Zinsen weiter anheben. Die Hoffnungen, das Zinshoch bald erreicht zu haben, sind aber auf Sand gebaut. Selbst wenn die EZB ihr Zinstempo drosselt, müssen sich Unternehmen auf steigende Finanzierungskonditionen einrichten.
  • Standortbedingungen verschlechtern sich rapide

Wie Deutschland seinen Wohlstand verspielt

Stefan Ziermann, Chefredakteur Verlag Fuchsbriefe.
"Wohlstand für alle" - dieses Versprechen galt einmal. Denn vor zehn Jahren gab es einen Trendbruch. Um ihn zu drehen, braucht es laut FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann nicht immer mehr staatliche Eingriffe, sondern eine Besinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien.
  • Fuchs plus
  • Schock für die Beraterbranche

EU erwägt ein Provisionsverbot

© Pormezz / stock.adobe.com
Viele Berater erhalten für ihre Dienstleistungen und Vermittlungen eine Provision. Dem Gesetzgeber ist das ein Dorn im Auge, fürchtet er doch, dass es negative Auswirkungen auf Beratungsqualität und das Angebot für die Kunden haben könnte. Nun zittert die Branche aus Angst vor der EU.
Zum Seitenanfang