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Paris mit militärischer Neuorientierung

Frankreich will sich nicht mehr allein verteidigen

Während Deutschland die neue Super-Regierung sucht, verabschiedet sich Frankreich unter Macron von einer Grundkonstante französischer Politik. Frankreichs neue Militärstrategie eröffnet für Europa neue Optionen. Doch es fehlt eine zentrale Komponente.

Die Grande Nation teilt ihre Macht. Der innerste Kern der nationalen Souveränität ruht auf deren militärischen Potenzial. So ist das Verständnis der Immer-Noch-Großmacht Frankreich. Da geht es um Sein und Nichtsein. Anders als in Deutschland sieht kein französischer Politiker diese Fragen lediglich als eine weitere sektorale Politik neben anderen wie Sozial- oder Bildungspolitik. Daher bedeutet Bewegung auf dieser Ebene immer eine grundsätzliche Neuorientierung – und das ist gerade mit der jüngsten „Revue Stratégique" geschehen. Bislang waren Frankreichs Streitkräfte und Rüstungsindustrie darauf ausgerichtet, nationale Handlungsfähigkeit ohne die Hilfe von Partnern zu sichern. Von dieser strategischen Autonomie ausschließlich auf nationaler Ebene verabschiedet sich Frankreich jetzt – zugunsten einer gemeinsamen europäischen Autonomie.

Fazit: Die Regierung Macron eröffnet neue Perspektiven für die weitere Integration innerhalb der EU. Es fehlt bisher eine angemessene deutsche Gegenposition.

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