Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2586
EFTA-Exporteure bekommen Vorteile

Freihandelsabkommen mit Indien

Indien und EU © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der kleine Staatenverbund EFTA zeigt der großen EU, wie man Freihandelsabkommen abschließt. Denn der Verbund hat sich mit dem wachstumsstarken Indien auf sinkende Zölle ab 2025 geeinigt. Unternehmen aus den EFTA-Staaten können damit Wettbewerbsvorteile bei Geschäften mit dem Subkontinent nutzen.

Für Unternehmen aus den EFTA-Staaten wird es künftig deutlich leichter und attraktiver, mit Indien Geschäfte zu machen. Denn die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) hat es nach langen Verhandlungen geschafft, ein Freihandelsabkommen mit Indien zu vereinbaren.

Der Effekt für die Unternehmen aus den EFTA-Staaten ist groß. Zur EFTA haben sich Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz zusammengeschlossen. Diese Länder haben mit Indien vereinbart, dass etliche Zölle für Industrieimporte in den kommenden Jahren schrittweise gesenkt werden oder ganz wegfallen.

Viele Branchen profitieren von sinkenden Zöllen

Die Unternehmen, die von dem Abkommen profitieren werden, sind vor allem in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (außer Gold) zu finden. Auch die Uhren-Hersteller und die Chemie-Branche wird davon profitieren.

Die Unternehmen aus den EFTA-Ländern bekommen gegenüber Unternehmen aus der EU damit einen Wettbewerbsvorteil. Laut Schätzungen der schweizerischen Verhandlungsführer werden allein die Unternehmen aus der Alpenrepublik jährlich über 160 Mio. Franken (akt. 166 Mio. Euro) an Zöllen sparen.

Bessere Export-Chancen nach Indien

Die EFTA-Staaten stoßen damit die Tür für einen dynamisch wachsenden Handel mit dem stark wachsenden Subkontinent weiter auf. Das Potenzial für die Unternehmen ist groß. Bisher fließen z.B. nur 0,7% der schweizerischen Exporte nach Indien. Vollzieht sich die Entwicklung ähnlich nach wie im Anschluss an das Freihandelsabkommen mit China (seit 2014 in Kraft), ist eine Verdopplung der Exporte schnell möglich.

Fazit: Das EFTA-Abkommen dürfte ab 2025 in Kraft treten. Der kleine EFTA-Verbund hat der großen EU gezeigt, wie man Freihandelsabkommen abschließt. Die EU verhandelt ebenfalls seit Jahren mit Indien, ein Abschluss ist aber noch nicht absehbar. Bleibt das so, könnte es sich für Unternehmen lohnen, Geschäfte mit Indien über EFTA-Staaten abzuwickeln.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • HotStock der Woche

1&1 stärkt Finanzstruktur

Die Aktien von 1&1 steigen rasant. Eine Kapitalerhöhung und eine neue Finanzierungsstruktur sind Auslöser. Die Veränderung ist für Anleger interessant.
  • Fuchs plus
  • Die Anlageidee der FERI AG

Research statt Bauchgefühl: Wie FERI Kapitalmärkte interpretiert

Illustriert mit MS Copilot
5,2 Millionen Euro Vermögen, eine geplante Unternehmensgründung und der Wunsch nach langfristigem Vermögenserhalt stellen hohe Anforderungen an jede Vermögensverwaltung. Die FERI AG beantwortet diese Herausforderung nicht mit einer klassischen Depotlösung, sondern mit einem researchgetriebenen Multi-Asset-Ansatz. Im Mittelpunkt stehen Kapitalmarktforschung, Szenarioanalysen und aktive Asset Allocation. Lesen Sie hier.
  • Fuchs plus
  • Bekämpfung der Finanzkriminalität

Mehr Kompetenzen für die Länder

Die Bundesregierung will die Finanzkriminalität besser bekämpfen. Dafür bekommen jetzt auf Forderung des Bundesrates die Länder mehr Kompetenzen eingeräumt.
Zum Seitenanfang