Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1444
Extrem hohe Windturbinen

Höhere Windturbinen für kostengünstigeren Strom

Je höher die Windturbinen werden, desto besser wird ihre Stromausbeute. Die Grenzen dieser Entwicklung sind offenbar noch keineswegs in Sicht. Vestas aus Dänemark bereitet jetzt 260 Meter hohe Turbinen für den Offshore-Betrieb vor.

Der dänische Vestas-Konzern arbeitet an der Entwicklung von 260 Meter hohen Windturbinen. Nach Angaben des Vorstands dürften sie die höchsten der Welt sein. Allerdings gibt es ähnliche Pläne auch bei General Electric aus den Vereinigten Staaten und Siemens/Gamesa aus der EU.

Geplant sind die hohen Vestas-Turbinen für den Einsatz in Offshore - Windparks. Ihr wirtschaftlicher Reiz liegt darin, dass sie eine bessere Windausbeute als niedrigere Turbinen sichern. Die Steigerung der Windausbeute geht über die Kostensteigerung für die grösseren Turbinen hinaus.

Zu hohe Auktionserlöse gefährden Erfolg

Der CEO von Vestas, Henrik Andersen, geht davon aus, dass derartige Turbinen das Gesamtniveau der Stromkosten aus Windparks nennenswert senken werden. Ein Kostenrisiko sieht der CEO des dänischen Windstrom-Unternehmens Orsted, Mads Nipper,  allerdings in den Auktionserlösen für die Standorte derartiger Windturbinen im Meer. Als warnendes Beispiel nennt er dabei die jüngste Versteigerung in Großbritannien in den Gewässern vor der walisischen und englischen Küste. Hier kamen vor allem Mineralölkonzerne wie BP und Total sowie Unternehmen wie EnBW aus Deutschland, Cobra aus Spanien sowie die Macquarie-Gruppe zum Zuge. Die von ihnen bezahlten “sehr hohen Preise” gefährden laut Nipper den Kostenvorteil der Offshore-Windenergie.

Orsted selbst ist dieser Tage eine Kooperation mit dem polnischen Energieunternehmen PGE für den Betrieb von Offshore - Windanlagen eingegangen. Ähnliche Abkommen für andere neue Märkte sind offenbar nicht ausgeschlossen. Nipper kommentiert dazu, dass die hohen Auktionspreise in Grossbritannien als Folge hätten, dass letztlich auch die Strompreise deutlich stiegen - zu Lasten der Verbraucher.

Fazit: Wohin der Strompreis wirklich tendiert, ist immer schwerer abzusehen. Die Turbinen verbilligen die Gewinnung aber die Preise für die Standorte steigen extrem.

Interessant für alle stark stromkostenintensive Betriebe.

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Inflationsprognose der Fed

Inflation: Es sind die Löhne, Dummkopf

303.000 neue Jobs sind im März außerhalb der Landwirtschaft entstanden. 200.000 waren vom Markt erwartet worden. Zudem hat der Konsumentenpreisindex im März um 3,5% auf Jahresbasis zugelegt. Bei der Fed gehen deshalb die Warnsignale an. Die Fed Cleveland hat aufgedeckt, warum das so ist.
  • Fuchs plus
  • Europa schwächelt, China holt Schwung

Trendwende für den Yuan voraus

Das große Bild für den Wechselkurs von Euro und Yuan verändert sich. Die fundamentalen und geldpolitischen Faktoren in der Eurozone und in China deuten auf eine Trendwende bei EUR|CNY hin. Anleger und Unternehmer sollten das antizipieren.
  • Fuchs plus
  • Kasachstan bietet Anlegern Chancen

Kasachstan: Grüner Wasserstoff ist eine Zukunftstechnologie

Der laufende Rohstoff-Boom beschert Kasachstan sprudelnde Exporteinnahmen. Insbesondere Energieträger wie Uran, Öl und Destillate geben auch der Währung Schwung. Die Wirtschaft wächst mit mehr als 5% und der Realzins liegt bei über 5,5%. Wie können Anleger von den Chancen des Landes profitieren?
Zum Seitenanfang