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Unternehmen im Abwägungs-Dilemma

Investitionen in China besonders lohnenswert

Börse in China © kromkrathog / stock.adobe.com
China ist für deutsche Unternehmen ein besonders lohnenswerter Investitionsstandort. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern ist der Ertragshebel bei Investitionen besonders hoch. Insofern stecken viele Unternehmen in einem Abwägungs-Dilemma, denn trotz wachsender Risiken können und wollen sie nicht auf die Erträge verzichten. FUCHSBRIEFE geben Orientierung beim der Abwägung.

Trotz der wachsenden Risiken in China investieren die deutschen Unternehmen weiterhin in großem Stil im Reich der Mitte. Sie investierten 2022 nochmals 15% mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt lagen die Investitionen 2022 bei 11,5 Mrd. Euro. Ihr Anteil an allen ausländischen Direktinvestitionen liegt bei 7,2% (+0,4% ggü. Vj.) 

Investitionen besonders ertragreich

Die Investitionen in China rechnen sich und sind viel lohnender als Investitionen in etlichen anderen Ländern. Das geht aus einer Untersuchung des Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) hervor. Zwischen 2017 und 2021 erzielten die deutschen Unternehmen mit ihren Investitionen in China Gewinne von 11 bis 15 Mrd. Euro. Über die Hälfte der Gewinne flossen nach Deutschland zurück. Der Rest wurde in China reinvestiert. In den USA wurden zwar ähnlich hohe absolute Gewinne erzielt, dort wurde aber fast das vierfache Investiert.

Die größten Investoren kommen aus der Industrie. Die Autoindustrie hat einen Anteil von 30% an den deutschen Investitionen in China, die Chemieindustrie kommt auf 9,2%, der Maschinenbau auf fast 8%. Die Mess- und Medizintechnik machen 6%, die Pharmabranche knapp 3% aus. Auch die Finanz- und Versicherungsbranche ist mit 12,4% der deutschen Investitionen stark in China vertreten. Absolut haben deutsche Unternehmen etwa 90 Mrd. Euro in China investiert. Das entspricht einem Anteil von 6,8% aller ausländischen Direktinvestitionen. 34% aller Direktinvestitionen wurden in Europa getätigt (1.315 Mrd. Euro) und 27% in den USA. 

Fazit: Unternehmen sollten die zunehmenden Risiken in die Kalkulation mit einbeziehen, um nicht zu abhängig von China zu sein. Mehr als ein Drittel des Gewinns sollte nicht aus dem Land stammen, der Investitionsanteil sollte höchstens 25% ausmachen.
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