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Schokolade wird teurer

Kakaopreis steigt wegen schwacher Ernten

Schokoladen-Donut. © martiapunts / Getty Images / iStock
Die westafrikanischen Kakaobauern liefern derzeit kein gutes Bild ab. Das führt dazu, dass der Kakaopreis stark steigt. Hat er seinen Höhepunkt erreicht? FUCHS-Devisen hat dazu eine klare Prognose.

Der Kakaopreis geht auf Klettertour. Dafür gibt es eine Reihe guter Gründe. Zunächst profitiert Kakao, wie auch andere Rohstoffe, von der aktuellen Dollarschwäche. Der Dollar-Index fiel zur Wochenmitte auf ein 6-Wochen-Tief. 

Schlechte Nachrichten aus Westafrika

Des weiteren bleibt die Versorgungslage bei Kakao weiter angespannt. Jüngsten Marktberichten zufolge sanken die Kakaolieferungen an die Häfen der Elfenbeinküste, dem weltweit wichtigsten Produzentenland, in den letzten sechs Monaten verglichen mit dem Vorjahr um 3,8%. Auch aus Nigeria, dem fünftgrößten Produzenten der Welt, kommt weniger Kakao auf den Markt. Hier gingen die Kakaoexporte im Jahresvergleich um 5,9% zurück. 

Die Prognosen der Internationalen Kakaoorganisation (ICCO) stützen dieses Bild. So geht die ICCO in ihrem jüngsten Bericht davon aus, dass die weltweiten Kakaovorräte 2022/23 im Jahresvergleich um rund 3,5% fallen dürften. Die Erwartung eines Angebotsdefizits wird zudem durch Wetterschwankungen, insbesondere in Westafrika, verstärkt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Qualität einiger westafrikanischer Kakaopflanzen weiterhin besorgniserregend ist. Den Kakaobauern fehlen Düngemittel und Pestizide, da der Krieg in der Ukraine die russischen Exporte von Kali und anderen Düngemitteln weltweit beeinträchtigt.

Charttechnik spricht für steigende Preise

Der Kakaopreis hat mit dem Kursanstieg über die 2.800 US-Dollar je Tonne einen wichtigen technischen Widerstand überwunden und nimmt nun die 3.000-Dollar-Marke fest ins Visier. Zur Monatsmitte drückten Gewinnmitnahmen den Preis für den Schokoladengrundstoff auf rund 2.600 US-Dollar je Tonne; inzwischen handelt Kakao mit rund 2.850 US-Dollar je Tonne bereits wieder rund 10% höher bei 2.850 US-Dollar je Tonne und damit auf dem höchsten Stand seit etwa drei Jahren. Aus technischer Sicht ist der Weg nach oben nun frei. 
Fazit: Mit dem Sprung über die Marko von 2.800 Dollar ist der Weg nach oben frei. Wer unserer Empfehlung (FD vom 10.03.23) gefolgt ist, sichert den Buchgewinn mit einem Stopp knapp unterhalb des Ausbruchslevels ab. Das Kakao-ETC hat die ISIN: JE 00B 2QX ZK1 0).
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