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Gemälde werden "nachgemalt"

KI erkennt Kunst-Fälschungen

Künftig wird eine K.I.in der Lage sein, Kunstfälschungen zu entlarven. Bildquelle: Pixabay
Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat eine Software entwickelt, die Fälschungen erkennen kann. Das geschieht über die Malweise des Bildes. Aus dem fertigen Bild analysiert die Software, wie es zustande gekommen ist und präsentiert das Pinselstrich für Pinselstrich.

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) präsentiert eine KI-basierte Software, die Fälschungen erkennen kann. Das geschieht über die Malweise des Bildes. Die Software kann aus dem fertigen Bild analysieren, wie es gemalt wurde. Von der Skizze bis zum fertigen Bild zeigt die Software, in welcher Reihenfolge welche Pinselstriche gesetzt wurden.

Die Entstehung des Bildes wird als Video nachvollziehbar. Damit können Fälschungen erkannt werden, wenn deren Malweise komplett oder in wichtigen Punkten von der üblichen "Handschrift" des Künstlers abweicht. Auch ob Gemälde aus einer Werkstatt stammen und von mehreren Malern gemalt wurden - wie in der Renaissance üblich - kann die Software erkennen.

Interesse beim Rathgen-Labor in Berlin

Im renommierten Rathgen-Labor in Berlin zeigt man sich interessiert an der Software. Das Labor arbeitet an der Erhaltung von Kulturobjekten wie Gemälden, berät Museen bei Fragen der Restaurierung und Konservierung und prüft Alter und Echtheit von Kunstobjekten, häufig durch aufwendige Materialanalysen.

So konnte das Labor vor knapp 10 Jahren die Fälschungen durch Wolfgang Beltracchi nachweisen. Dieser nutzte vereinzelt Farben, die es zu Lebzeiten der gefälschten Künstler noch nicht gab. Neben dem Münchner Doerner-Institut gehört es zu den angesehensten Einrichtungen auf diesem Gebiet in Deutschland.

Weitere Arbeit an der Software nötig

Der Direktor des Instituts, Prof. Dr. Stefan Simon, hält es für wahrscheinlich, dass derartige Software in Zukunft bei der Fälschungsanalyse genutzt wird. Zuvor muss sie aber eingehend geprüft werden und mit mehr Bildern verschiedener Epochen getestet werden.

Um die Software regelmäßig zu nutzen, muss nachgewiesen werden, dass deren Analysen der Malweise zuverlässig sind. Zur weiteren Optimierung der Software ist eine enge Zusammenarbeit mit Informatikern nötig. Das ist für die großen Labors und die kunstgeschichtliche Forschung generell eine Herausforderung, weil eine Zusammenarbeit der Bereiche Kunstwissenschaft und Informatik bisher nur selten stattfindet.

Fazit: Eine spannende Technik, die auch die Erkennung von Fälschungen erleichtert. Bis zu einem regelmäßigen Einsatz werden aber noch einige Jahre vergehen, in denen die Software eingehend getestet und verbessert werden wird.

Hinweis: Die Software ist unter https://github.com/xamyzhao/timecraft noch frei verfügbar.

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