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Preise für Lithium, Nickel und Kobalt fallen

Markteinbruch für Batterie-Metalle

An den Rohstoffmärkten purzeln die Preise für die wichtigsten Metalle, die für Batterien für E-Autos benötigt werden. Dahinter steckt einerseits die Nachfrage nach E-Autos, die global viel geringer ist als prognostiziert. Hinzu kommen aber technische Innovationen und Besonderheiten der Rohstoffmärkte. Die machen vor allem für den Kobalt-Preis eine Entwicklung absehbar.

Die Preise für die wichtigsten Batteriemetalle brechen dramatisch ein. Denn die Nachfragen nach den wichtigsten Metallen, die für E-Auto-Batterien benötigt werden, ist stark rückläufig. Parallel zu den Absatz-Einbußen fallen die Preise für die Metalle. Die Preise für Lithium, Nickel und Kobalt sind stark gefallen. Alle drei Rohstoffe haben sich in den vergangenen Monaten um 60% bis 80% verbilligt. Kobalt hat den relativ größten Preisabschlag zu verzeichnen.

Nachfrage nach E-Autos und technische Innovationen bremsen Batterie-Metalle aus

Auslöser dieses Preiseinbruchs ist die weltweit geringe Nachfrage nach E-Autos. Der ist seit Monaten schlechter als die globalen Wachstumsprognosen der Auguren prophezeit hatten. Eine technische Entwicklung kommt dazu. Vor allem der China, einer der größten Produzenten von E-Autos, setzt inzwischen verstärkt auf Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LEP). Diese benötigen kein Kobalt mehr. Das könnte sich zwar wieder ändern, wenn die Hersteller künftig auf Lithium-Mangan-Kobalt-Batterien setzen. Die können wesentlich mehr Energie speichern und wären dann vor allem für E-Lkw eine Option. Noch ist das aber Zukunftsmusik.

Insbesondere der Preis für Kobalt dürfte noch geraume Zeit unter Druck stehen. Das hat auch damit zu tun, wie das Metall gewonnen wird. Denn das „Gesellschaftsmetall“ wird selten eigenständig abgebaut, sondern bei der Förderung von Kupfer und Nickel mit gewonnen. Die Kupfer-Produktion steigt, das zieht auch die Kobalt-Förderung in die Höhe. Im Jahr 2023 wurde weltweit 17% mehr Kobalt gefördert als im Vorjahr. Allerdings hält die Nachfrage nach diesem Metall mit der Förderung nicht mit. Darum gibt es derzeit mehr als 10.000 Tonnen unverkauften Kobalts.

Fazit: Die Preise für Batterie-Metalle für E-Autos stehen aufgrund geringer Nachfrage unter Druck. Bei Kobalt dürfte dieser Druck am größten sein und noch am längsten währen.

Hinweis: Unternehmen, die das Metall benötigen, sollten den 13./14. Mai im Kalender haben. An diesen Tagen findet in New York der 30. internationale Kobalt-Kongress statt.

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