Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1610
Dem Bundestag fehlt es an Ausgewogenheit

Mehr Quote!

Deutschland hat ein nach Geschlechtern ausgewogenes Kabinett: Sieben Frauen, sieben Männer regieren ab sofort die Bundesrepublik. Doch im Parlament sind die Zeichen der Zeit noch nicht angekommen. Der Bundestag ist weit davon entfernt, die Gesellschaft ausgewogen abzubilden. Was kann man da tun, fragt Fuchsbriefe Chefredakteur Ralf Vielhaber in seinem Kommentar.

Hurra, wir haben ein ausgewogenes Kabinett. 7 Frauen (mit der Kanzlerin), 7 Männer – die Frauenquote ist erfüllt. Es geht, so hören wir meistens, um ein Abbild der Gesellschaft. Um eine andere Perspektive "beim Blick auf die Dinge" und eine andere Art miteinander umzugehen. Vielleicht resultiert daraus am Ende eine andere, gar „bessere" Politik, so die Erwartung.
Quotierung gehörte in der Politik schon immer zum guten Ton. Da fuhr und fährt man stets auf irgendwelchen Tickets. Dem landsmannschaftlichen – Ost, West und Bundesland –, dem Flügel-Ticket (links oder rechts, sozial oder wirtschaftsorientiert), und seit einiger Zeit eben auch dem Gender-Ticket.

Wäre der Bundestag ein Abbild der Gesellschaft, sähe er völlig anders aus

Wo das mit der Ausgewogenheit gar nicht durchschlägt, ist der Deutsche Bundestag. Wäre er ein Abbild unserer Gesellschaft, sähe er völlig anders aus. Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes sind mit 28% vertreten. An der Bevölkerung machen sie 6% aus. Nimmt man noch die Funktionäre in Parteien, bei Gewerkschaften usw. hinzu, sind wir schon bei 42%. Dabei sind die Funktionäre aus der Wirtschaft nicht einmal mitgezählt.

Auch die Freien Berufe sind mit 17% reichlich überrepräsentiert. An der Bevölkerung machen sie gerade mal 1,2% aus. Wenn allein 14% rechts-, wirtschafts- und steuerberatende Berufe den Bundestag prägen (Bevölkerungsanteil 0,2%), muss man sich über manche (überflüssige) Gesetzesinitiative nicht mehr wundern. Hausfrauen und Hausmänner stellen wohl mehr als 15% der Bevölkerung. Im Bundestag 0,3%. Da fehlt offenbar eine relevante Perspektive "beim Blick auf die Dinge".
Feministinnen haben stets beklagt, dass sich die Gesellschaft in männlichen Seilschaften organisiert hat. Mag sein. Weil es offenbar nicht möglich ist, sich als Frau dort einzuklinken, muss(te) die Quote her.

Seilschaften sind nicht geschlechterspezifisch

Doch gibt es womöglich noch Seilschaften, die sich nach anderen Kriterien als männlich/weiblich organisieren? Und ist darum der Bundestag zumindest formal alles andere als ein Spiegel der Gesellschaft?
Rhetorische Fragen. Von alleine tut sich da auch nichts. Da kann wohl nichts anderes helfen als die Quote, resümiert Ihr 

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Nachhaltigkeit beim Stiftungsvermögen: Tiefe Einblicke und Diversität in Kooperationen

Von Datenlieferanten bis Beratungsnetzwerke: Wie Vermögensmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategien stärken

Kollage Verlag Fuchsbriefe © Bild: envato elements
Um die nachhaltige Kapitalanlage zu stärken, setzen Vermögensmanager auf die Zusammenarbeit mit externen Instituten. Eine Analyse der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz von 25 Organisationen enthüllt nicht nur eine reiche Vielfalt an Kooperationen, sondern auch signifikante Unterschiede in der Integration dieser Partnerschaften in ihre Nachhaltigkeitsstrategien.
  • Fuchs plus
  • Logistik und Nachhaltigkeit

Elektro-LKW bei Österreichischer Post

Die Österreichische Post hat erstmals zwei Elektro-Lkw im Einsatz. Transportiert werden internationale Sendungen. Damit lassen sich rund 117 Tonnen direkte CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 42

Geldtipp – Pferdchen trifft Fuchs: Wie Anleger Steuern vermeiden können

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Der Fiskus möchte an den Kapitaleinkünften mitverdienen. Pferdchen und Fuchs analysieren in der 42. Folge des Geldtipp-Podcasts, welche Steuern auf Kapitalerträge anfallen können und was beim Umgang mit den Finanzamt beachtet werden muss.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Kein Geld für ausländische Anleihegläubiger

Evergrande zeigt China-Risiko

Geld und Immobilien © minicase / stock.adobe.com
Investitionen in Immobilien im Ausland können auch negative Folgen mit sich bringen. Das zeigt das Fallbeispiel Evergrande in China. Die internationale Investmentgemeinschaft hatte unter dem Vorzeichen des Immobilienbooms auf das chinesische Unternehmen gehofft – fälschlich, wie sich nun herausstellt.
  • Kurs nimmt Lauf Richtung Allzeithoch

FUCHS-Depot: Wieder auf Kurs

Unsere FUCHS-Strategie scheint sich zu bewähren. Im Wochenvergleich haben wir Gewinne erzielt.
  • Fuchs plus
  • Batterien nur an geeigneten Orten laden

Akkus auf Holzregal geladen: Gewerbemieter muss für Brandfolgen zahlen

Batterien © markus dehlzeit / stock.adobe.com
Lithium-Ionen-Akkus in Räumen aufzuladen, ist heikel. Insbesondere dann, wenn dabei keine Vorkehrungen gegen lauernde Brandgefahr getroffen sind. Das Kammergericht in Berlin musste jetzt entscheiden, ob der Gewerbemieter für sein riskantes Verhalten haften muss.
Zum Seitenanfang