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Deutschland muss Verantwortung übernehmen

Warum Jens Weidmann EZB-Präsident werden muss

Porträt von Ralf Vielhaber, Chefredakteur der Fuchsbriefe.
Keine eineinhalb Jahre mehr, dann muss die Position der EZB-Präsidenten auf acht Jahre neu besetzt werden. Die Nachfolge-Debatte ist längst entbrannt. Deutschlands Kandidat heißt Jens Weidmann. Leistet ihm die Politik nicht die nötige nachdrückliche Unterstützung, wäre das verantwortungslos, meint Fuchsbriefe-Chefredakteur Ralf Vielhaber.

Er kann. Er will. Aber soll er auch? Es geht um Bundesbankpräsident Jens Weidmann und den Spitzenposten der Europäischen Zentralbank. Er wird im November 2019 neu besetzt. Acht Jahre dauert die Amtszeit. An ihrem Ende würde der heute noch so jugendlich wirkende deutsche Kandidaten wohl sichtlich gealtert sein. Denn er teilt den anhaltend expansiven geldpolitischen Kurs von Mario Draghi nicht, der mindestens hart an der Grenze zur unerlaubten Staatsfinanzierung (Italiens) entlangschrammt. Weidmann wären eine Menge Gegner aus Europas Südländern sicher, wenn er umsteuert.

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