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Neue Ladeinfrastruktur geplant

NIO und Mer entwickeln Lade-Hubs

Elektro-Auto an einer Ladestation. © Wellnhofer Designs / stock.adobe.com
Der chinesische E-Fahrzeugentwickler NIO hat sich mit dem deutschen Systemdienstleister Mer zusammengetan. Gemeinsam wollen sie den Ausbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur umsetzen. FUCHSBRIEFE blicken hinter die Kulissen des Konkurrenten von Mercedes und BMW.

Der chinesische E-Autohersteller NIO und der deutsche Systemdienstleister Mer wollen den Markt für Ladeinfrastruktur aufrollen. Beide Unternehmen haben sich dafür gerade zusammengetan. Sie planen, zügig mindestens 15 E-Hubs in Deutschland und Österreich zu errichten.  

NIO und Mer wollen kombinierte Lade-Hotspots bauen 

NIO und Mer (Teisnach/Bayern) haben ein interessantes Konzept für die Ladeinfrastruktur entwickelt. Bis 2025 sollen Premium-Standorte in strategisch sehr guten Lagen in Deutschland und Österreich aufgebaut werden. Mer bringt seine elektrischen Ladelösungen ein, NIO die Batteriewechselstationen. Eine nachhaltige Besonderheit gibt es obendrein. Es wird zu 100% zertifizierter Ökostrom für alle bereitgestellt.

Die Ladeinfrastruktur sollen alle E-Autofahrer nutzen können. Das Besondere am NIO-Konzept: Bei den Fahrzeugen wird statt eines Ladevorgangs vollautomatisch die gesamte Batterie getauscht. In rund fünf Minuten wird der  Batteriewechsel vollzogen. Eine Station dafür hat die Größe einer Doppelgarage und ist für 312 Wechsel am Tag ausgelegt. Die Kapazität ist damit viel höher als die einer Ladesäule. Die Planung des ersten Standorts in der Nähe des Verkehrsknotenpunkts Bielefeld hat begonnen.

Community-Konzept von NIO

NIO will in der Kooperation mit Mer sein Community-Konzept umsetzen. Schon heute gibt es es weltweit über 100 stylish gestaltete NIO Houses (z.B. in Berlin, Frankfurt, Rotterdam, Oslo; geplant: Hamburg, Düsseldorf). In denen können alle Menschen (nicht nur NIO-Kunden oder Auto-Interessierte) eine Auszeit nehmen, Kaffee trinken, brainstormen, tagen, sporteln, feiern. Zuweilen gibt es Events in Sachen Kunst, Kultur, Musik etc. In dieser Art dürften auch die E-Hubs gestaltet werden - denn so lässt sich die Ladezeit recht gut überbrücken.

Ein Bick ins NIO-Haus in Berlin (gegenüber Kino-Zoo-Palast): Im Foyer stehen vier bullige Autos. Im Obergeschoss: Kaffeebar, Bibliothek, Living Room, Kinderzone, Chill-Ecken, Meeting-Areas, Lab, schalldichte Zelle (z.B. für Podcast-Aufnahmen); Untergeschoss: Zuschauerraum (Vorträge, Aufführungen), Yoga-Matten, Kicker-Tisch. So will man das Publikum nebenbei an die Fahrzeuge heranführen.

NIO ist erfolgreich

Hinter NIO steht ein breit angelegtes Konzept, dass deutschen Autobauern Beine machen dürfte. NIO bezeichnet sich als „international agierendes Unternehmen für intelligente Premium-Elektrofahrzeuge“. Bereits seit 2014 werden leistungsstarke und hochpreisige intelligente Elektroautos entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsstandorte sind Peking, Shanghai, Hefei, Nanjing, Oxford, San Jose und München. Seit 2018 ist NIO in den USA an der US-Börse gelistet. 

Das Unternehmen entwickelt sich stürmisch. Im Jahr 2022 wurden über 200.000 Fahrzeuge gebaut. Im Oktober 2022 war Marktstart in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Schweden. Bis 2025 will NIO 25 Standorte aufbauen. In Schweden, Norwegen und UK wurde ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. 

Fazit: Die Kooperation ist vielversprechend für die E-Mobilität. Vor allem die Batteriewechselstationen dürfte vielen Konkurrenten Kopfzerbrechen bereiten. Aber auch das Konzept, nutzbringende Infrastruktur für die Ladezeit zur Verfügung zu stellen, ist ein Pluspunkt.
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