Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1300
AfD im Bundestag

AfD-Dämpfer unwahrscheinlich

Verbandsobere und führende Wirtschaftswissenschaftler warnen davor, dass die AfD im Deutschen Bundestag der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Belastbare Belege gibt es dafür nicht.
Auf wirtschaftliche Nachteile durch den Einzug der AfD in den Bundestag gibt es bisher keine Hinweise. Verbandsobere und führende Wirtschaftswissenschaftler hatten entsprechende Befürchtungen geäußert: „Die AfD im Deutschen Bundestag schadet unserem Land“, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer am Sonntag. BGA-Präsident Anton Börner sieht ein Votum gegen das bewährte Wirtschaftssystem. Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, befürchtet negative Folgen für den Standort Deutschland. Fremdenfeindliche Aussagen könnten Investoren abschrecken, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest. Gerade im Osten Deutschlands müsste sich das zeigen. Dort ist die AfD besonders stark. In Sachsen wurde sie bei der Bundestagswahl sogar stärkste Kraft. Und Pegida gibt es seit 2014. Aber die Daten decken das nicht. Die neuen Länder liegen seit langem vornehmlich aus strukturellen Gründen beim Wachstum hinterm Bundesdurchschnitt. Im 1. Halbjahr lag es bundesweit bei 2%, im Osten bei 1,3%. Sachsen kommt genau auf diesen Ost-Durchschnitt. Das Land hat seine Position als stärkstes ostdeutsches Bundesland Jahr für Jahr gehalten. Die Investitionszahlen geben ebenfalls nichts her, was als Beleg der Thesen der Wirtschaftsforscher oder Verbandsoberen dienen kann. Sie liegen seit jeher um etwa 40% unter denen Westdeutschlands. Bosch baut gerade eine neue Chipfabrik in Dresden. Mit einer Milliarde Euro ist es die größte Investition in der Geschichte des Konzerns. Aber es mangelt vielerorts an solchen Leuchttürmen. Auch an den Tourismuszahlen ist nichts Bedenkliches abzulesen. Dresden hatte 2015 einen Rückgang zu verzeichnen – aber dies hauptsächlich, weil die Innenstadt montags quasi nicht zugänglich war. Jetzt boomt es wieder in Elbflorenz. Das 1. Halbjahr 2017 verzeichnet ein überdurchschnittliches Besucher-Plus von über 5%. Auch Mecklenburg-Vorpommern, eine weitere AfD-Bastion, kann beim Ostseetourismus nicht klagen.

Fazit: Mit einem wirtschaftlichen Dämpfer aufgrund des Ergebnisses der Bundestagswahl ist nicht zu rechnen.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Verbesserung der ESG-Bilanz wirkt sich positiv aus

Factoring mit Nachhaltigkeits-Bonus

Grüner Sand läuft durch eine Sanduhr. © William_Potter / Getty images / iStock
Das Thema Factoring spielt bei immer mehr Unternehmen eine Rolle. Gerade in unsicheren Zeiten ist es ein guter Schutz gegen Zahlungsausfälle. Auch hier kommt nun das Thema Nachhaltigkeit an. Gut umgesetzt, kann das die Kosten des Verfahrens mildern.
  • Deutschland muss einfacher werden

Wie der Fachkräftemangel zum Segen werden kann

FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber
In Deutschland herrscht Personalnot. Zudem ist das Land überreguliert. Beides gehört zusammen. Wir und unsere Politiker werden dazu umdenken müssen. Je rascher desto besser, meint FUCHSBRIEFE-Herausgeber Ralf Vielhaber. Dann kann aus dem Fluch des Fachkräftemangels ein Segen für das Land werden.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Rechte anderer Eigentümer dürften nicht beschnitten werden

Dachbodenausbau nur mit Zustimmung aller Eigentümer

Ventilator hängt an der Decke eines Raumes im Dachgeschoss. © Ursula Page / stock.adobe.com
Gibt es Gemeinschaftseigentum, so muss auch die Gemeinschaft der Eigentümer über die Nutzung entscheiden. Das gilt auch dann, wenn ein Wohnungseigentümer die Zustimmung des Verwalters eingeholt hat. Diese Zustimmung ist im Zweifel nichts wert, so das Landgericht Berlin.
  • Fuchs plus
  • Immobilienmarkt unter Druck

Immobilienpreise sinken vorübergehend

Immobilien-Investments. © Gerhard Seybert / Fotolia
Der deutsche Immobilienmarkt ist in der Wende. Nach 18 Jahren mit stetig steigenden Preisen hat der Zinsanstieg im vorigen Jahr den Markt abgewürgt. Trotz hoher Preise, die den Mieteinnahmen enteilt sind, werden die Preisrückgänge wohl nicht lange anhalten und die Preise nicht sehr tief fallen.
  • Fuchs plus
  • Langjährige Duldung der Untervermietung ist ein Risiko

Vermieter verlieren Kündigungs-Optionen

Mietvertrag. © Stockfotos-MG / stock.adobe.com
Mieter haben keinen Anspruch auf Zustimmung zu einer Untervermietung der gesamten Wohnung. Aber was ist, wenn eine Untervermietung schon 18 Jahre lang geduldet wird? Rechtfertigt die jahrelang gelebte Praxis einen Anspruch auf eine Untervermietung? Das Landgericht (LG) Berlin hat das jetzt entschieden. Der Knaller: Das Urteil hat sogar Auswirkungen bei einem Eigentümerwechsel
Zum Seitenanfang