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Behörden – Zentralisierung wegen Digitalisierung und Fachkräftemangel

Neuordnung durch Digitalisierung und Personalmangel

Behörden leiden stärker als alle anderen Sektoren unter Fachkräftemangel. Besonders betroffen sind die kommunalen Behörden. Mit der Digitalisierung, die in den kommenden Jahren erfolgt, wird es zu einer Neuordnung kommen mit einer stärkeren Zentralisierung.

Die Behörden werden in den nächsten Jahren verstärkt zentralisiert, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Bis 2030 wird mehr als jeder dritte Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Rente gehen. Das sind 1,8 Mio. der aktuell 4,7 Mio. Beschäftigten. Gleichzeitig mangelt es den Behörden an Nachwuchs.

2030 wird sich eine Personallücke von 730.000 Beschäftigten ergeben. Das zeigen Berechnungen von McKinsey. Die Lücke vergrößert sich somit von aktuell 4% auf fast 16% der Beschäftigten. Besonders problematisch: Es werden 400.000 mittlere Führungskräfte fehlen. Diese sind für die Umsetzung neuer Projekte wie der Digitalisierung in den Behörden verantwortlich. Vom Nachwuchsmangel am stärksten betroffen sind kommunale Behörden. Gleichzeitig wird die Digitalisierung die Verwaltungsarbeit stark verändern.

Das Bürgeramt kommt in den PC

Bis 2022 sollen 575 Verwaltungsleistungen für die Bürger und Unternehmer elektronische zugänglich sein. Das wurde im Onlinezugangsgesetz (OZG) 2017 festgelegt. Über die Ausarbeitung eines einheitlichen Zugangsportals zwischen Bund, Ländern und Gemeinden wird zurzeit verhandelt. Der Prozess verläuft aktuell nicht wie geplant. Einige Länder und Gemeinden arbeiten an eigenen Portalen. Bisher konnte man sich im IT-Planungsrat nicht auf eine einheitliche Basisinfrastruktur einigen. Wenn den Bürgern ein Online-Portal für Behördenkontakte zur Verfügung steht, wird die Digitalisierung der Behördenarbeit, die eigentliche Verwaltungstätigkeit, stark beschleunigt werden.

Bei der Digitalisierung der Verwaltungsarbeiten werden auch die Behörden neu geordnet werden. Dann werden einzelne Leistungen wie etwa die Zulassung von Kfz zentral erledigt, um die kommunalen Ämter zu entlasten und mit weniger Personal arbeitsfähig zu halten. Davon geht man beim deutschen Städte- und Gemeindebund aus.

Fazit: Digitalisierung und Fachkräftemangel werden innerhalb der nächsten zehn Jahren zu einer Neuordnung der deutschen Behörden führen. Dabei wird es zu einer stärkeren Zentralisierung kommen.

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