Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1116
Neue Rollenverteilung in der CSU

Was die Münchner Personalentscheidung für die Bundespolitik bedeutet

Die Personalentscheidungen in der CSU werden die Koalitionsverhandlungen mit der SPD maßgeblich beeinflussen. Die zuletzt vom Streit zerrissenen Bayern kommen wieder in die Vorhand. Und sie setzen die Volksparteien noch in einer anderen Frage unter Druck.

Die CSU kommt wieder in die Offensive. Rechtzeitig vor den möglichen Koalitionsverhandlungen der Union mit der SPD und vor der Bayernwahl im September 2018. Da mögen der kommende Ministerpräsident Markus Söder und der bleibende Parteichef Horst Seehofer ruhig eine Intimfeindschaft pflegen.

Die neue Rollenverteilung in der CSU kommt rechtzeitig vor Beginn neuer Koalitionsverhandlungen. Berlin mit Seehofer und München mit Söder – da lässt sich einiger Druck aufbauen. Von der Isar wird der bayerische Löwe in Gestalt des neuen Ministerpräsidenten Söder noch lauter grollen als bisher. Und in Berlin muss Seehofer sein politisches Altenteil erfolgreich nutzen, um ein letztes Kapitel im politischen Geschichtsbuch zu schreiben.

Die Bayern werden auf gewichtigere Ministerposten drängen. Horst Seehofer als CSU-Vorsitzender wird sich nicht mit einem zweitrangigen Ministerium zufriedengeben (können). Denkbar ist, dass er Alexander Dobrindts Bauministerium plus ein paar zusätzliche Schmankerl übernimmt. Dann kann er vor allem eins: Geld verteilen. Dobrindt kann für den in Ungnade gefallenen Christian Schmidt Agrarminister werden. Gerd Müller bleibt Entwicklungshilfeminister.

Über die Bande spielen

Die CSU kann wieder über Bande spielen. Der Vorsitzende sitzt staatstragend im Bundeskabinett als Geldverteiler. Söder kann in München auf den Putz hauen. Vor allem die SPD wird bei ihren europapolitischen Vorstellungen den Gegenwind zu spüren bekommen. Auch in der Flüchtlingspolitik wird die CSU keinen soften Kurs fahren.

Söder selbst startet zwar denkbar schlecht in sein neues Amt. Die CSU ist in Umfragen meilenweit von der angestrebten absoluten Mehrheit im Landtag entfernt. Andererseits: Bei aktuellen 37% in Umfragen wirken auch 45% im Herbst als großer Erfolg, selbst wenn die Regierung Bayerns nur mit einem Koalitionspartner möglich ist. Schafft Söder gar das heute unmöglich Erscheinende, wäre er unangefochtene Nummer 1 in der CSU und würde Seehofer auch als Parteichef ablösen.

Außerdem zeigen die Christlich-Sozialen der Schwesterpartei, wie Nachfolgeregelung geht. Trotz des langen Hickhacks: Die Bayern haben den Generationenwechsel hinbekommen. Die CDU weiß nur, dass Merkels letzte Amtsjahre gekommen sind. Sie riskieren sehenden Auges mit einer jetzt schon geschwächten Kanzlerin noch mehr Wählerstimmen zu verlieren.

Fazit: Der Generationenwechsel in der deutschen Parteienlandschaft läuft. Die beiden Volksparteien geraten personell mächtig unter Zugzwang

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • DGK & Co. Im Beauty Contest Stiftungsvermögen 2024

Wie ein 3 Millionen Euro Portfolio nachhaltig Rendite erzielen soll

Kollage Verlag Fuchsbriefe ©Bild: envato elements
Die DGK & Co. Präsentiert ihr Anlagekonzept für ein 3 Millionen Euro schweres Stiftungsportfolio. Das Ziel: eine nachhaltige und risikobewusste Anlagestrategie, die ordentliche Erträge generiert. Doch wie schneidet der Vorschlag bei einer kritischen Prüfung ab? Ein tiefgehender Blick hinter die Kulissen der Vermögensverwaltung offenbart Licht und Schatten.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsmanager 2024: Die Top 10

Auf dem Siegertreppchen wird es eng

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Fünf Anbieter von insgesamt 35 Ausschreibungsteilnehmern schaffen es in diesem Jahr auf das Siegertreppchen und sichern sich eine „Goldmedaille“ für eine sehr gute Gesamtleistung. Zwei weitere Häuser holen Silber für gute Leistungen und drei dürfen sich mit Bronze für ein Befriedigendes Gesamturteil schmücken. Sie alle hatten es aufgrund der Güte ihrer Anlagekonzepte in die Endrunde der Ausschreibung für die Stiftung Fliege geschafft.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Zweigeteiltes Bild in Norwegen

Norwegens Zinsen bleiben hoch

Für Norwegen gibt es vorerst keine Perspektive für Zinssenkungen. Das hat die Notenbank klargemacht. Für Anleger entsteht daraus eine gute Perspektive für NOK-Investments.
  • Fuchs plus
  • Politische Unsicherheit in Mexiko

Antizyklische Kauf-Chance im Peso

Politische Unsicherheit hat den Mexikanischen Peso gedrückt. Denn Claudia Sheinbaum hat die Präsidentenwahl gewonnen. Sie steht für die Fortsetzung der Politik des amtierenden Präsidenten Obrador. Händler fürchten aber auch um die Bemühungen der Notenbank, die Inflation im Griff zu halten.
Zum Seitenanfang