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EU hat Prüfungsergebnis schon in der Tasche

EU wird Autozölle gegen China beschließen

Grünes Stromkabel mit Stecker in Form eines Autos. © Mipan / Panthermedia
Die EU ist mit ihrer Untersuchung der Subventionen der chinesischen Autoindustrie schon weiter als öffentlich bekannt. Sie ist schon jetzt überzeugt davon, ausreichend Beweise für unfaire Subventionen zu haben. Höhere Zölle für chinesische E-Autos werden daher schon bald kommen.

Die EU-Kommission wird bald Zölle gegen chinesische E-Autos beschließen. Denn die Kommission ist mit ihrer Untersuchung der chinesischen E-Autosubventionen schon viel weiter als bisher öffentlich bekannt. 

Ein Sprecher der EU erklärte auf Anfrage von FUCHSBRIEFE, dass die Kommission umfangreiche Daten und Beweise aus öffentlichen Quellen und spezialisierten Datenbanken über das zahlreiche anfechtbarer chinesischer Subventionen habe. Die Kommission habe zudem Beweise für eine drohende Schädigung des EU-Wirtschaftszweigs aufgrund eines massiven Anstiegs chinesischer Überkapazitäten und rasch zunehmender subventionierter Niedrigpreiseinfuhren von BEVs in die EU.

EU wird schon bald höhere Zölle beschließen

Die EU plant, die Zölle auf chinesische E-Autos mindestens zu verdoppeln. Derzeit müssen Zölle in Höhe von 10% des Fahrzeugpreises entrichtet werden. Künftig sollen es mindestens 20% bis 25% sein. Darüber wird EU-Kommissar Valdis Dombrovskis heute auf dem Wirtschafts- und Handelsdialog in Peking mit dem chinesischen Vizepremier He Lingfeng sprechen. Außerdem wird es um die Geschäftsbedingungen europäischer Unternehmen in China gehen. 

Trotz der neuen EU-Zölle spricht einiges dafür, dass China keine harten Gegenreaktionen beschließen wird. Zum einen ist der Kostenvorteil der chinesischen Autohersteller höher als die geplanten Zölle. Sie werden daher das Wachstum der chinesischen Hersteller in der EU zwar verlangsamen, aber nicht stoppen. Außerdem sind die chinesischen Hersteller auf vielen weiteren Märkten sehr erfolgreich und daher nicht auf Europa angewiesen.

Großer Handelsüberschuss Chinas schwächt deren Verhandlungsposition

Zudem hat China einen großen Handelsüberschuss gegenüber Europa. Ein eskalierender Handelskonflikt würde China somit wesentlich härter treffen als Europa. Das schwache Wirtschaftswachstum des Landes erlaubt es China kaum, die Exporte nach Europa in Gefahr zu bringen. Aufgrund der schlechten Beziehungen zu den USA wird sich China außerdem bemühen, nicht leichtfertig weitere Konflikte eskalieren zu lassen.  

Fazit: Die EU wird die Zölle für die Einfuhr chinesischer E-Autos drastisch erhöhen. China wird nicht hart darauf reagieren. Das Land könnte die europäischen Hersteller aber indirekt unter Druck setzen, indem es den Zugang zu den für die E-Autos wichtigen Rohstoffen stärker reguliert.
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