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Frankreichs neuer Premierminister muss das Image der Regierung aufpolieren

Gabriel Attal muss bis zur Europa-Wahl liefern

Beschädigte Flagge Frankreichs, im Hintergrund die Flagge der EU. © KI-generiertes Bild, erstellt mit Adobe Firefly
Frankreich hat einen neuen Premierminister, der jung ist und dynamisch daherkommt. Er startet mit guten persönlichen Beliebtheitswerten in sein neues Amt. Trotzdem setzt ihn Präsident Emmanuel Macron auf eine tickende Zeitbombe. Attal hat nun fünf Monate Zeit, um sie zu entschärfen.
Die Europawahl (06. bis 09. Juni 2024) wird für die französische Politik zur Schicksalswahl. Für Präsident Emmanuel Macron würde eine herbe Niederlage sein politisches Endspiel einleiten. Europa ist sein Herzensthema und das einzige ihm verbliebene Gebiet, in dem ihm die Franzosen noch Autorität zusprechen. Auch sein neuer Premierminister Gabriel Attal würde durch eine Niederlage in seinen politischen Ambitionen stark beschädigt - auch wenn der nur 34 Jahre alte Franzose noch Zeit hätte, um an einem Comeback zu arbeiten.

Dem neuem Premierminister Attal wird darum keine Schonfrist für die Anfangszeit seines neuen Amtes gewährt. Er hat fünf Monate Zeit, um die Zustimmungswerte für das Regierungslager aufzupolieren. Aktuelle Umfragen sehen den rechten Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen gut 10% vor dem Lager von Präsident Emmanuel Macron. 

Attal ist das beste Pferd in Macrons Stall

Macron schickt mit Attal eine starke Person ins Rennen. Ebenso wie seine Vorgängerin Elisabeth Borne hält er loyal zum Präsidenten. Anders als sie ist er aber ein Sympathieträger, nicht arrogant und politisch unbeschädigt. Seinen politischen Gegnern bietet er kaum Angriffsfläche. 

Auffallend ist die Reaktion des RN auf die Personalie Attal. "Er ist ein brillanter junger Mann, der seine Arbeit erledigt und Schritt für Schritt kämpft," heißt es von Alexandra Masson, Sprecherin des RN in der Nationalversammlung. Aus Sicht von FUCHSBRIEFE ist das ein vergiftetes Kompliment. Der rechte Rand weiß nach dem Erfolg in der Einwanderungsdebatte, dass er die Regierung vor sich hertreiben kann (FB vom 14.12.2023). Eine weitere Zusammenarbeit wird durch derartige Schmeicheleien wahrscheinlicher.

Fazit: Mit den Europawahlen steht in weniger als einem halben Jahr die nächste Bewährungsprobe für Frankreichs Regierung auf dem Plan. Attal, den einige Kommentatoren schon zum Nachfolger Macrons ausrufen, muss bis dahin einen guten Job machen. Das Risiko zu scheitern ist angesichts der schlechten Ausgangslage, in der er die Regierung übernimmt, sehr hoch.
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