Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
706
Britische Verwaltung

Neue Einnahmequellen für staatliche Stellen

In Großbritannien drehen der Staat erfindungsreich und maßlos an der Gebührenschraube. Denn er muss sparen.
Die britischen Behörden drehen kräftig an der Gebührenschraube. Grund sind die massiven Budgetkürzungen für alle Ministerien (außer Gesundheit und Erziehung). Sie haben seit dem Haushaltsjahr 2010/11 jährliche Einsparungen von 25% hinnehmen müssen. Kommunen büßten fast 40% ihrer Zuwendungen aus London ein. Und weitere Einsparungen stehen an. Denn die Regierung von David Cameron will das Staatsdefizit (zuletzt 6,6% vom BIP) in den Griff bekommen. Allein das Justizministerium will 85 Mio. Pfund über Strafverfolgungsgebühren zusätzlich hereinholen. 250 Pfund kostet beispielsweise neuerdings ein Arbeitsgerichtsprozess. Je nach Aufwand bei Gericht steigen die Gebühren bis auf 950 Pfund (ca. 1.300 Euro). Das Innenministerium kassiert ab sofort von Zuwanderern (Erwachsener, für den ein Verwandter in UK bürgen muss) für ein Visum 2.141 Pfund. 90 Millionen Pfund will das Ministerium damit zusätzlich erlösen. Seit April müssen Einwanderer aus Drittländern 200 Pfund für den nationalen Gesundheitsservice aufbringen. Egal, ob sie diesen nutzen oder nicht. Scheidungen kosten 550 statt bisher 410 Pfund. Auch Gebühren für soziale Dienste bis hin zu Friedhofsgebühren steigen ordentlich. Die Ministerien versprechen sich davon auch weniger Arbeit. Der Economist weist auf eine Gebühr für den Rattenfänger in Newcastle hin. Seit ihrer Einführung sei der Dienst um ein Drittel weniger in Anspruch genommen worden.

Fazit: Auch in Deutschland wird man sich auf weiter steigende Abgaben gerade auch von kommunaler Seite einstellen müssen – spätestens, wenn die Schuldenbremse voll greift.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Japanischer Yen mit starkem Wochenverlauf

Beflügelnde Tendenzen

In Japan freute man sich in der vergangenen Woche gleich über eine Vielzahl von Gute-Laune-Nachrichten. Das stärkte den Yen sowohl zum Euro als auch zum Dollar.
  • Fuchs plus
  • Aufnahmeverfahren der "Klimaschutz-Unternehmen" startet in die nächste Runde

Ein attraktives Öko-Netzwerk

Networking ist wichtig, gerade im B2B-Geschäft. Für Unternehmen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz gibt es dafür eine interessante Initiative mit hochkarätigen Schirmherren.
  • Fuchs plus
  • Industriemetall im Höhenflug

Bei Platin stockt das Angebot

Platin wird für seine katalytischen Eigenschaften geschätzt. Es beschleunigt chemische Reaktionen und hilft, die Ausbeute zu steigern, beispielsweise bei der Herstellung von Salpetersäure, einem wichtigen Ausgangsmaterial für die Herstellung von Düngemitteln. Kein Wunder, dass ein Angebotsrückgang Folgen hat. Industrie wie Anleger sollten das beachten.
Neueste Artikel
  • Im Fokus: DAX-Aufsteiger

Von 30 auf 40 bis September 2021

Im Fokus: DAX-Aufsteiger. Copyright: Pixabay
Der DAX wächst - um 10 Mitglieder auf insgesamt 40 Unternehmen. Im September 2021 rücken die Aufsteiger in den Index nach. Auswirkungen auf die Aktienkurse wird die Anpassung schon vorher haben. Daraus ergeben sich Chancen für Anleger.
  • Fuchs plus
  • Mietminderung wegen Lärm vom Nachbargrundstück

Bauarbeiten: Behinderung durch Baustelle hat Folgen

Immer wieder kommt es in gewerblichen Mietverhältnissen vor, dass sich Ladenlokalinhaber durch Einflüsse Dritter beeinträchtigt fühlen und deshalb den Mietzins mindern. Solche Dreiecksverhältnisse sind immer schwierig. Denn oft ist ungeklärt, ob der Vermieter sich die Mietausfälle vom Dritten zurückholen kann. Ist in diesem Fall die Minderung überhaupt zulässig?
  • Fuchs plus
  • Ein nicht mehr ganz so hässliches Rosinchen

Ludwigshafen – Chancen in der Chemiestadt

Ludwigshafen. Copyright: Pixabay
Ludwigshafen hat einen Ruf als hässliche Stadt. Das hat sie vor allem dem BASF-Hauptwerk "mittendrin" zu verdanken. Aber seit den neunziger Jahren ist die Stadt grüner und lebendiger geworden. Seit einigen Jahren schon gibt es einen stetigen Zuzug, der sogar über dem Schnitt westdeutscher Städte liegt.
Zum Seitenanfang